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Präsidentschaftswahl in Honduras begonnen
Überschattet von Wahlbetrugsvorwürfen und einer Einmischung von US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag in Honduras die Präsidentschaftswahl begonnen. In dem von Gewalt, Armut und Korruption geplagten mittelamerikanischen Land sind 6,5 Millionen Wählerinnen und Wähler zur Stimmabgabe aufgerufen. Bei der Präsidentschaftswahl haben drei der fünf Kandidaten eine Chance, schon im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit zu bekommen.
Neben der Links-Kandidatin Rixi Moncada, einer Anwältin, sind dies zwei Kandidaten aus dem rechten Lager, der Fernsehmoderator Salvador Nasralla und der Unternehmer Nasry Asfura, für den sich Trump vehement eingesetzt hat. In den Umfragen lagen die drei in etwa gleichauf. Der US-Präsident drohte damit, die Hilfen für das Land zu kürzen, sollte sein Favorit nicht gewinnen. Die bisherige Amtsinhaberin Xiomara Castro ist Vertreterin der Linken.
Gewählt werden am Sonntag auch 128 Abgeordnete für das Parlament und hunderte Bürgermeister. Überschattet wurde die Wahl schon im Vorfeld von gegenseitigen Betrugsvorwürfen. Honduras gilt als eines der instabilsten Länder Lateinamerikas, den letzten Putsch hatte es im Jahr 2009 gegeben. Fast zwei Drittel der elf Millionen Einwohner leben in Armut, die über Jahrzehnte übliche Migration in die USA mit Rücküberweisungen an die Familien in der Heimat ist seit Trump kaum noch möglich.
Die Wahllokale öffneten um 07.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ) und schließen zehn Stunden später um 24.00 Uhr MEZ. Die Wahlbehörde will vorläufige Ergebnisse noch am Wahlabend bekanntgeben.
K.Thomson--BTB