-
23-jähriger Syrer in Berlin wegen Anschlagplanung angeklagt
-
Europäischer Gerichtshof: Ungarisches LGBTQ-Gesetz verstößt gegen EU-Recht
-
Fortsetzung im Rechtsstreit zwischen ARD und DESG
-
Merz-Äußerungen zu Rente sorgen für Zoff in Koalition - SPD kündigt Widerstand an
-
Trump: Der Iran hat "zahlreiche Male" gegen vereinbarte Feuerpause verstoßen
-
Unbekannte stehlen 70 Rinder von Weide in Brandenburg
-
Urteil aus Hessen: Angeordnete Verpixelung von Prozessbeteiligten bindend
-
Verbandspräsident will Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre erhöhen
-
Erster Kardinal: Münchner Erzbischof Marx lässt Segnung homosexueller Paare zu
-
Teenager nach erneuten Angriff auf britische Synagoge angeklagt
-
Firmen sollen mehr Zeit für Zahlung von 1000-Euro-Prämie bekommen
-
Einen Tag vor Auslaufen der Waffenruhe im Iran-Krieg Zweifel an neuen Verhandlungen
-
EU-Kommissar: EU will verstärkt Kerosin aus den USA kaufen
-
Baden-Württemberg: Betrunkener 15-Jähriger baut Unfall und flüchtet vor Polizei
-
Bericht: Warken plant Einschnitte bei Pflege - Ministerin sieht System in Schieflage
-
Russland und Nordkorea feiern Bau der ersten gemeinsamen Straßenbrücke
-
KI auf Vormarsch: Presse und Rundfunk fordern bessere Rahmenbedingungen
-
Milliarden auf vergessenen Konten: Großer Zuspruch für gemeinnützigen Fonds
-
Urteil: Anordnung zu Kastration zweier Nacktkatzen in Rheinland-Pfalz rechtens
-
Nicaraguas Präsident Ortega nennt Trump "geistig verwirrt"
-
15-Jähriger tötete Schülerin: Verfahren verstieß nicht gegen Menschenrechtskonvention
-
Neue Metrolinie in Lissabon: EU-Kommission wirft chinesischen Zulieferer raus
-
100. Geburtstag von verstorbener Elizabeth II.: Charles würdigt seine "liebe Mama"
-
Wadephul fordet "schnellstmögliche" Auflösung der Blockade bei Ukraine-Unterstützung
-
Trumps Fed-Chef-Kandidat will Einsatz für Unabhängigkeit von Notenbank bekräftigen
-
Schneider auf Klimadialog: "Wir müssen einen Schritt zulegen"
-
Zeitenwende in Japan: Regierung lockert historisches Exportverbot für tödliche Waffen
-
Umfrage: Smartphonenutzer haben im Schnitt 46 Apps installiert
-
Kompany: "Magic Musiala" bald wieder zurück
-
KZ-Torbogen vor Finanzamt nachgebaut: Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Fall
-
Gewerkschaft: 110 hungerstreikende Minenarbeiter in Ankara verhaftet
-
Razzia in Bayern: Verdacht auf Steuerbetrug in Millionenhöhe bei Wasserpfeifentabak
-
Dauerhafte Unterbringung in Psychiatrie nach Totschlag an Stiefvater in Hessen
-
Verwaltungsgerichtshof: Rundfunkbeitrag verstößt nicht gegen Verfassungsrecht
-
Europäischer Gerichtshof: Ungarisches LGBTQ-Gesetz verstößt gegen EU-Grundrechtecharta
-
Regierungsfraktionen: 1000-Euro-Prämie wird bis Mitte 2027 verlängert
-
Wal-Drama in der Ostsee zieht sich hin: Tier liegt weiterhin fest
-
SPD weist Vorstoß von Merz nach massiven Einschnitten bei der Rente zurück
-
Verbände fordern sicherere Schulwege für Kinder
-
Japan lockert historisches Exportverbot für tödliche Waffen
-
Vor Klimadialog: Schneider sieht in Energiekrise Chance für mehr Klimaschutz
-
Cannabisplantage mit rund 1100 Pflanzen in Hessen entdeckt - zwei Festnahmen
-
38 verletzte Schüler bei Reizgasattacke an Schule in Niedersachsen
-
Der Trainer geht, der Kapitän auch? Tiefe Trauer beim KEC
-
Comeback mit Vorlagen: Draisaitl startet mit Sieg in Playoffs
-
Trump: Bergung von Uran aus dem Iran wird "langer und schwieriger Prozess" sein
-
Dobrindt schließt Erhöhung von Spitzensteuersatz oder Reichensteuer nicht aus
-
Manzambi hofft auf Wiedersehen und Tor gegen "Vorbild" Neuer
-
Diplomatenkreise: EU plant Gespräche mit Taliban über Abschiebungen nach Afghanistan
-
NBA: Schröder gewinnt mit Cleveland auch Spiel zwei
Ruf nach Abschiebungen nach Syrien - Hilfsorganisationen verweisen auf Lage vor Ort
Ein Jahr nach dem Sturz der Assad-Regierung in Syrien mehren sich besonders aus den Reihen der Union die Rufe nach der Rückführung syrischer Staatsbürger. "Die ursprünglichen Fluchtgründe Bürgerkrieg und Assad-Regime sind seit einem Jahr weggefallen. Deswegen müssen wir auch an die Rückkehr von Personengruppen denken, die erst kurz hier sind oder nicht gut integriert sind", sagte CDU-Innenpolitiker Alexander Throm dem Nachrichtenportal Web.de. Hilfsorganisationen verwiesen hingegen auf die weiterhin prekäre Lage in dem Land.
Throm sprach von "hunderttausenden Syrern", die in Deutschland Bürgergeld bezögen. Dies sei "ohne hinreichenden Schutzgrund dem Steuerzahler nicht zumutbar". Syrien brauche "außerdem Menschen, die sich am Wiederaufbau des Landes beteiligen". Zugleich sprach sich der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag dafür aus, dass "bestens integrierte" Syrer ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland erhalten. Entscheidend sei, dass sich "die Person oder die Familie selbst versorgen kann".
Die Debatte um eine mögliche Rückkehr von Syrern in ihr Heimatland müsse "sachlich und faktenbasiert" geführt werden, fordern hingegen die Hilfsorganisationen Brot für die Welt und Diakonie Deutschland. "Wir hoffen gemeinsam mit allen Syrerinnen und Syrern, dass ihr Heimatland in Zukunft wieder ein sicherer Ort sein wird", erklärte die Präsidentin von Brot für die Welt, Dagmar Pruin. "Diese Vision hat aber leider wenig mit der aktuellen Realität zu tun."
"Bewaffnete Milizen stellen in ganz Syrien eine ernsthafte Bedrohung für die Menschen dar", führte Pruin aus. "Die humanitäre und wirtschaftliche Lage im Land ist katastrophal." Die Grundvoraussetzung für Rückkehrer, sich dort ein neues Leben aufzubauen, seien nicht gegeben. "Wer Syrien für sicher erklärt, um Abschiebungen zu rechtfertigen, ignoriert die Verhältnisse vor Ort."
Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Sonja Eichwede, forderte unter Berufung auf den Koalitionsvertrag ebenfalls, Straftäter und Gefährder grundsätzlich nach Syrien zurückzuführen. Allerdings sei die Lage vor Ort nach wie vor "vom gewaltigen Ausmaß der Zerstörung nach einem mehr als ein Jahrzehnt andauernden Krieg geprägt". Rückführungen seien vor diesem Hintergrund "immer davon abhängig, ob im Einzelfall eine Rückkehr ins Herkunftsland gefahrlos möglich ist".
Eichwede erklärte zudem, eine "sehr große Zahl von aus Syrien stammenden Menschen" sei "hervorragend integriert". Sie fügte an: "Sie leisten einen wertvollen Beitrag zum Funktionieren unseres Gemeinwesens. Viele haben inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit und sind hier heimisch geworden."
"Die Menschen, die sich eine Rückkehr vorstellen können, sollten die Möglichkeit zu Erkundungsreisen bekommen, ohne dass sie dadurch ihren Schutzstatus in Deutschland verlieren", schlug Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch vor. "Eine sichere und gelingende Rückkehr sollte in unser aller Interesse sein."
"Statt populistischer Abschiebedebatten braucht es jetzt flexiblere Reglungen im Aufenthaltsrecht", forderte auch die Grünen-Abgeordnete Luise Amtsberg. "Durch die Aufnahme von etwa einer Million syrischer Geflüchteter während der Kriegsjahre seit 2011 verbinden Deutschland und Syrien heute besondere Beziehungen. Aus diesen ergeben sich Chancen und Verantwortung."
Am Montag jährt sich der Sturz des syrischen Langzeit-Machthaber Baschar al-Assad. Am 8. Dezember 2024 hatten die islamistische HTS-Miliz und mit ihr verbündete Gruppen die Hauptstadt Damaskus erobert. Assad floh nach Russland. Übergangspräsident wurde der HTS-Anführer Mohammed al-Scharaa.
J.Bergmann--BTB