-
Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen in Libanon
-
Friedensbewegung: Mehrere zehntausend Menschen demonstrieren bei Ostermärschen
-
Wal vor der Ostseeküste lebt noch - Rettung aber sehr unwahrscheinlich
-
EU-Ratspräsident zu Iran-Krieg: Angriffe auf zivile Ziele sind "illegal"
-
Lys verletzt: Schwieriges Beltz-Debüt im Billie Jean King Cup
-
Geheimdienstchef der Revolutionsgarden getötet - Trump droht und verlängert Ultimatum
-
Krankenkassenreform: Kassen und Ärzte streiten über Vergütung
-
Butcha: Als die russischen Mörder kamen...
-
Irans Revolutionsgarden schließen vollständige Öffnung der Straße von Hormus aus
-
Vier Tote nach direktem Einschlag von iranischer Rakete in Wohnhaus in Haifa
-
Bayern-Training mit Kane
-
Kurz vor Wahl in Ungarn: Sprengstofffund in Serbien bei Pipeline ins Nachbarland
-
Baden-Württembergs FDP-Chef fordert Debatte über neuen Parteinamen
-
Wehrdienst-Regel zu Auslandsreisen schürt Debatte um Wehrpflicht
-
Russland überzieht Ukraine mit neuen heftigen Angriffen
-
Terrorstaat Iran ohne Recht auf Existenz
-
Artemis-2-Mission in entscheidender Phase vor Mond-Umrundung
-
Ostermärsche: Friedensdemos in rund 120 Städten
-
Freude bei Wolfsburg, Tränen bei Popp: "Mussten das klarmachen"
-
Zwei Tote nach direktem Einschlag von iranischer Rakete in Wohnhaus in Haifa
-
Mindestens 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
-
NBA: Starkes Comeback von Curry
-
Kapitän Silva verlässt City zum Saisonende
-
"Superstar-Moment": Stützle mit Traumtor bei Senators-Sieg
-
Eindringen von Drohne in Nordkorea: Seoul bestätigt Beteiligung von Regierungsbeamten
-
Punktgewinn bei Wagner-Debüt: "Wird uns viel Kraft geben"
-
NBA: Nächster Sieg für Orlando und Wagner
-
Igel-Schutz: Städtetag fordert bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter
-
Pogacar vor Paris-Roubaix: "Druck niedrig wie der Reifendruck"
-
Vasilj: Nach WM-Quali "voller Fokus" auf Klassenerhalt
-
"Keinen Bock mehr": Pietta kritisiert Münchner hart
-
Die Sport-Höhepunkte am Ostermontag, 6. April
-
Kassenärzte-Chef Gassen warnt bei Kürzungen vor deutlich längeren Wartezeiten
-
Großbritannien: Widerstand gegen geplanten Festival-Auftritt von Kanye West
-
EVP-Chef Weber stellt Vetorecht in der EU infrage
-
Energie sparen im Alltag oder pure Abzocke?
-
Drei Vermisste und vier Verletzte nach Einschlag von iranischer Rakete in Haifa
-
Elf Tote bei israelischen Angriffen auf mehrere Regionen des Libanon
-
Serbiens Präsident: Sprengstoff nahe Gaspipeline nach Ungarn entdeckt
-
Trump verlängert Ultimatum für den Iran mutmaßlich bis Dienstag
-
Magdeburg siegt mit Mühe - Ludwig-Show bei Berlin
-
Bei Wagner-Debüt: Köln erkämpft Remis in Frankfurt
-
Wehrdienst-Regel zu Auslandsreisen: Wagenknecht fordert Rücktritt von Pistorius
-
Blamage abgewendet: Wolfsburg dank Johannes im DFB-Pokalfinale
-
Selenskyj trifft syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa in Damaskus
-
CDU-Politiker offen für Streichung von Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel
-
Opec-Staaten beschließen erhöhte Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag ab Mai
-
St. Pauli vergibt Big Points im Abstiegskampf
-
Ostermesse im Vatikan: Papst Leo XIV. ruft zu Frieden in der Welt auf
-
Dritter Sieg: Überragender Pogacar gewinnt Flandern-Rundfahrt
Grönland-Konflikt: Scharfe Kritik in Deutschland auf Trumps Zolldrohung
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, im Streit um Grönland mehrere europäische Staaten mit Sonderzöllen zu belegen, ist in Deutschland auf scharfe Kritik gestoßen. Er wolle "nicht sehen, dass Dänemark und die EU vor Trump in die Knie gehen", sagte der CDU-Außenpolitiker Peter Beyer am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Linke kritisierte "eine weitere Eskalation", die Grünen forderten eine starke Antwort der EU.
Trump hatte am Samstag Strafzölle gegen acht europäische Länder angekündigt, darunter Deutschland, Dänemark, Frankreich und Großbritannien. Ab dem 1. Februar sollen zusätzliche Zölle in Höhe von zehn Prozent für Waren aus diesen Ländern gelten, ab 1. Juni Zölle von 25 Prozent. Die Aufschläge sollen laut Trump bestehen bleiben, bis eine Vereinbarung über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt ist.
Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter warnte Europa davor, vor der Zoll-Drohung einzuknicken. "Wir sollten uns von den Erpressungsversuchen Trumps nicht einschüchtern lassen", sagte er dem "Münchner Merkur" von Ippen Media. Trump sei "kein verlässlicher Bündnispartner mehr, denn auch Zollerhebungen verstoßen gegen die Prinzipien des Nato-Bündnisses".
Der US-Präsident stelle die transatlantische Partnerschaft "völlig in Frage", betonte Kiesewetter. Er forderte Deutschland dazu auf, "klar an der Seite" Dänemarks zu stehen, gleichzeitig militärisch stärker und unabhängiger von den USA zu werden.
Trump verfolge seine für ihn typische Verhandlungsstrategie und wolle "maximalen Druck aufbauen, um uns an den Verhandlungstisch zu zwingen", sagte der CDU-Politiker Beyer AFP. Er will inmitten des eskalierenden Streits um Grönland ab Sonntagabend die zu Dänemark gehörende Insel besuchen, um sich ein eigenes Bild zu machen.
Forderungen nach Gegenmaßnahmen kamen bereits aus der SPD und von den Grünen. "Vielleicht sollten wir schon mal die Digitalsteuer vorbereiten - eine andere Sprache versteht der ältere Herr nicht", sagte der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Die EU müsse "nun in aller Geschlossenheit und Stärke" reagieren, forderte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Wenn die USA all denen mit Zöllen drohen, die Dänemark unterstützen, sollte die EU klarmachen, dass sie mit Gegenzöllen antworten wird." Trump müsse gezeigt werden, "dass wir vor seinen Drohungen nicht einknicken und unsere Interessen und Verbündeten verteidigen".
Die Linken-Außenpolitikerin Lea Reisner kritisierte Trumps Strafzoll-Ankündigung als "weitere Eskalation und dreiste Anmaßung den Menschen in Grönland gegenüber". Sie warf Trump vor, "Grönland als Verschiebemasse" zu betrachten, "die er durch Erpressung in seinen 'Besitz' bringen könne". Kanzler Friedrich Merz (CDU) müsse "endlich erkennen, dass die USA kein Verbündeter mehr sind".
Für eine deutliche Reaktion der EU auf die angekündigten US-Zölle spricht sich auch die deutsche Industrie aus. Es stehe nun "der gesamte Zoll-Deal mit den USA in Frage", sagte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura, dem Portal Politico. Deutschland müsse mit allen internationalen Partnern eine deutliche Antwort finden, die klar mache: "Bis hierhin und nicht weiter." Politische Forderungen mit Handelshemmnissen durchsetzen zu wollen, sei nicht akzeptabel.
"Europa darf sich nicht erpressen lassen, auch nicht von den Vereinigten Staaten", erklärte der Präsident des Maschinenbauverbands VDMA, Bertram Kawlath. "Wenn die EU hier nachgibt, wird es den amerikanischen Präsidenten nur ermutigen, die nächste aberwitzige Forderung zu stellen und mit weiteren Zöllen zu drohen."
Die Bundesregierung reagierte bislang nur zurückhaltend. Sie habe Trumps Ankündigung "zur Kenntnis genommen", erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius, und sei "in engster Abstimmung mit den europäischen Partnern", mit denen "zur gegebenen Zeit über geeignete Reaktionen" entschieden werde.
Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark. Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf der Arktis-Insel die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus. Da Dänemark wie die USA der Nato angehört, droht der Konflikt um Grönland auch die Nato zu spalten.
G.Schulte--BTB