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Sieben Präsidenten in zehn Jahren: Perus Parlament berät erneut über Amtsenthebung
In Peru hat das Parlament am Dienstag mit Beratungen über eine Amtsenthebung von Übergangspräsident José Jerí begonnen. Der 39-Jährige, der bereits das siebte Staatsoberhaupt in zehn Jahren ist, wird der Korruption verdächtigt. In zwei Fällen hatte die Staatsanwaltschaft im Januar Vorermittlungen eingeleitet. Dutzende Abgeordnete linker und rechter Parteien beantragten deshalb, Jerí seines Amtes zu entheben, und setzten eine Sondersitzung während der jetzigen Sommerpause des Parlaments durch.
Für eine Amtsenthebung reicht eine einfache Mehrheit. Wie Interims-Parlamentspräsident Fernando Rospigliosi zu Beginn der Sondersitzung am Dienstag feststellte, müssen 58 der 115 anwesenden Abgeordneten für Jerís Absetzung stimmen. Dieser weist die Korruptionsvorwürfe zurück.
Peru durchlebt derzeit eine tiefgreifende politische Krise. Jerí war bis Oktober selbst Parlamentspräsident und trat dann übergangsweise die Nachfolge der ebenfalls vom Parlament abgesetzten Präsidentin Dina Boluarte an. Am 12. April finden in Peru Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Im Juli kommt dann ein neuer Präsident oder eine neue Präsident ins Amt - Jerís Übergangsmandat wäre dann ohnehin ausgelaufen.
C.Meier--BTB