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Anzeichen für zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran verdichten sich
Nach dem Scheitern einer ersten Runde von Friedensgesprächen verdichten dich die Anzeichen für eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran. "Es gibt diese Diskussionen", sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, am Mittwoch über die Möglichkeit neuer Gespräche. Die US-Regierung sei guter Dinge, dass es zu einem "Deal" kommen könne. Der Iran drohte mit einer Ausweitung der Seeblockade auf das Rote Meer, zeigte sich aber zugleich offen für weitere Verhandlungen.
Eine zweite Gesprächsrunde würde "sehr wahrscheinlich" wieder in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden, sagte Leavitt. Pakistan setzte derweil seine Vermittlungsbemühungen fort. Eine vom pakistanischen Armeechef Asim Munir angeführte Delegation wurde am Mittwoch in Teheran vom iranischen Außenminister Abbas Araghtschi empfangen.
Bei dem Treffen sollte laut iranischem Staatsfernsehen eine neue Botschaft der USA überbracht und die Möglichkeit einer zweiten Verhandlungsrunde erörtert werden. Nach Angaben des Sprechers des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, wurden bereits in den vergangenen Tagen "via Pakistan mehrere Nachrichten (mit den USA) ausgetauscht".
Die USA und der Iran hatten sich vor einer Woche auf eine zweiwöchige Feuerpause verständigt. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden, der Ende Februar mit den US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte.
Eine erste Runde von Verhandlungen zwischen Vertretern des Iran und der USA war am Wochenende in Islamabad ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Wichtigster Streitpunkt war das iranische Atomprogramm. Trump verhängte daraufhin eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus.
Irans Armeekommandeur Ali Abdollahi drohte laut dem Staatsfernsehen, falls die USA ihre am Montag begonnene Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus fortsetzten, würden die iranischen Streitkräfte "keinerlei Exporte oder Importe durch den Persischen Golf, den Golf von Oman und das Rote Meer zulassen".
Der Militärberater von Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei, Mohsen Resai, drohte zudem mit Angriffen auf US-Schiffe in der Straße von Hormus. "Ihre Schiffe werden von unseren ersten Raketen versenkt werden und stellen eine große Gefahr für das US-Militär dar", sagte Resai im Staatsfernsehen. "Sie können definitiv unseren Raketen ausgesetzt werden, und wir können sie zerstören."
Das US-Militär erklärte, es habe in den ersten zwei Tagen seiner Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zehn Schiffe abgefangen. Es habe kein Schiff die Blockade durchbrochen, betonte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Central Command (Centcom) am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst X.
Allerdings scheint dies im Widerspruch zu Schifffahrts-Trackingdaten zu stehen. Demnach durchfuhren am Dienstag mindestens drei aus iranischen Häfen ausgelaufene Schiffe die Straße von Hormus. Laut dem Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler passierten mindestens sieben in Verbindung zum Iran stehende Schiffe die Meerenge, seitdem die Blockade am Montag in Kraft getreten ist.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, bereits de facto durch die iranischen Revolutionsgarden weitgehend gesperrt. Die Blockade hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben.
Die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung zwischen den USA und dem Iran ließ die Aktienkurse an der Wall Street am Mittwoch steigen, während der Rohölpreis sank.
K.Brown--BTB