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Papst Leo XIV. prangert bei Besuch in Monaco Kluft zwischen Arm und Reich an
Bei seinem Besuch im Fürstentum Monaco hat Papst Leo XIV. die wachsende "Kluft zwischen Arm und Reich" angeprangert. In seiner Ansprache vom Balkon des Fürstenpalasts aus verwies das katholische Kirchenoberhaupt am Samstag auf "ungerechte Machtverhältnisse" und die "Abgründe zwischen Arm und Reich".
"Hier zu leben ist für manche ein Privileg und für jeden ein konkreter Aufruf, seinen eigenen Platz in der Welt in Frage zu stellen", sagte der Papst. Monaco gilt als Domizil der Reichen, beherbergt aber auch zahlreiche gemeinnützige Stiftungen. Der Katholizismus ist in dem winzigen Fürstentum Staatsreligion.
Vor der Rede des Papstes sprach Monacos Fürst Albert II. vom "Gebot der Solidarität" für diejenigen, "die über die meisten Mittel verfügen". Kleine Staaten könnten zur Verbesserung der Welt beitragen, wenn sie ihren Werten treu blieben, sagte Albert II..
Der Papst war an Bord eines Hubschraubers vom Vatikan nach Monaco geflogen. Bei seiner Ankunft in dem Fürstentum läuteten Kirchenglocken. Zahlreiche Schaulustige säumten die Strecke des Papamobils auf der Rue Grimaldi. Am Nachmittag wollte der Papst im Stadion des AS Monaco eine Messe unter freiem Himmel feiern, zu der 15.000 Menschen erwartet wurden.
N.Fournier--BTB