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Frankreichs Linkspopulisten prangern Rassismus gegen schwarze Politiker an
Die französische linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) hat eine "rassistische Kampagne" gegen schwarze Politikerinnen und Politiker angeprangert. Mehrere Abgeordnete hätten in den vergangenen Tagen Briefe erhalten, in denen sie verunglimpft worden seien, erklärte die Partei am Donnerstag. Die Abgeordnete Nadège Abomangoli postete einen der anonymen Briefe, in dem Auszüge des Comics "Tim und Struppi im Kongo" mit rassistischen Sprechblasen versehen sind. Unter den Namen mehrerer schwarzer Abgeordneter ist zu lesen "aus dem Zoo von Beauval entlaufen".
"Ein solcher rassistischer, schwarzenfeindlicher Angriff ist absolut inakzeptabel und sollte von der gesamten politischen Klasse verurteilt werden", erklärte La France Insoumise. Die Partei sprach von einer "rassistischen Kampagne", die seit der Wahl von Bally Bagayoko zum Bürgermeister der Pariser Vorstadt Saint-Denis an Fahrt aufgenommen habe.
Der 52-Jährige, der als Sohn malischer Eltern in Frankreich geboren wurde, ist der erste schwarze Bürgermeister einer so großen Stadt wie Saint-Denis mit etwa 150.000 Einwohnern. Seit seiner Wahl wurde er mehrfach mit rassistischen Kommentaren konfrontiert. Mehrere Regierungsmitglieder sprachen ihm ihre Unterstützung aus.
Innenminister Laurent Nuñez stellte ein Strafverfahren in Aussicht, nachdem ein Experte im rechtsgerichteten Sender CNews Bagayokos Auftreten mit der Abstammung des Homo sapiens vom Affen erklären wollte. Am Samstag ist in der multikulturell geprägten Stadt Saint-Denis eine Demonstration gegen Rassismus und Diskriminierung geplant.
M.Ouellet--BTB