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Myanmar: Ex-Junta-Chef Min Aung Hlaing legt Amtseid als Präsident ab
In Myanmar hat der Ex-Chef der Militärjunta, Min Aung Hlaing, am Freitag seinen Eid als Präsident des südostasiatischen Landes abgelegt. Bei einer Zeremonie im Parlament in der Hauptstadt Naypyidaw sprach er den Amtseid und gelobte, sich um Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit in seinem Land zu bemühen. "Ich werde mich dem Dienst an der Republik der Union von Myanmar widmen", sagte der 69-Jährige.
Min Aung Hlaing herrschte fünf Jahre als Chef der Junta in Myanmar und trat nun eine fünfjährige Amtszeit als Präsident an. In der vergangenen Woche hatte ihn das Parlament zum Präsidenten gewählt, nachdem er zuvor seinen Posten als Oberbefehlshaber des Militärs abgegeben hatte. Demokratie-Aktivisten sehen in dem Übergang den wenig überzeugenden Versuch, der Militärherrschaft einen demokratischen und zivilen Anstrich zu verleihen. Die Junta pries die Wahl hingegen als Rückgabe der Macht an das Volk und als Chance auf Versöhnung im Bürgerkrieg.
Unter der Führung von Min Aung Hlaing hatte sich das Militär 2021 zurück an die Macht geputscht und die im Jahr zuvor mit großer Mehrheit gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. In einem von Menschenrechtsorganisationen als Schauprozess verurteilten Verfahren wurde Suu Kyi zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Militärputsch löste einen Bürgerkrieg aus, der bis heute andauert.
J.Bergmann--BTB