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US-Vizepräsident Vance zu Verhandlungen mit Iran in Pakistan eingetroffen
US-Vizepräsident JD Vance ist zu den geplanten Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs in Pakistan eingetroffen. Das Flugzeug mit Vance an Bord landete am Samstagvormittag auf dem Luftwaffenstützpunkt Nur Khan nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Der US-Vizepräsident leitet eine Delegation, die ab Samstag unter Vermittlung Pakistans Verhandlungen mit Vertretern aus Teheran über eine dauerhafte Beilegung des seit Ende Februar andauernden Iran-Krieges führen soll.
Nach der Ankunft beider Delegationen forderte Pakistans Außenminister Ishaq Dar die USA und den Iran auf, sich an den Gesprächen "konstruktiv zu beteiligen". Zugleich bekräftigte er "Pakistans Wunsch, die Parteien weiter dabei zu unterstützen, eine nachhaltige und dauerhafte Lösung des Konflikts zu erreichen", wie sein Ministerium mitteilte.
Vance wurde vom pakistanischen Generalstabschef Asim Munir empfangen. Die beiden anderen Mitglieder der US-Delegation, der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, waren schon vor Vance in Islamabad eingetroffen. Der US-Vizepräsident hatte sich vor seinem Abflug nach Pakistan am Freitag "optimistisch" geäußert, dass es zu einer Einigung kommen werde. Gleichzeitig warnte er Teheran davor, "Spielchen zu spielen".
Die iranische Delegation unter Leitung von Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf war in der Nacht in Islamabad eingetroffen und ebenfalls vom pakistanischen Generalstabschef Munir in Empfang genommen worden.
Der ebenfalls der Delegation angehörende Außenminister Abbas Araghtschi bekräftigte die Position Teherans, dass vor einem Beginn der Gespräche zunächst die "Vorbedingungen" des Iran akzeptiert werden müssten. Parlamentschef Ghalibaf hatte im Vorfeld eine Waffenruhe auch im Libanon und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte gefordert. Die iranische Delegation umfasst mehr als 70 Mitglieder.
Die Gespräche in Islamabad dürften sich um mehrere heikle Punkte drehen - darunter die Urananreicherung durch den Iran und die Passage von Frachtschiffen durch die seit Kriegsbeginn vom Iran blockierte Straße von Hormus.
Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif sprach von "schwierigen" Verhandlungen, die nun bevorstünden. Es gehe um "alles oder nichts".
Wann die Gespräche beginnen sollten, war unklar. Der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge sollte die Teheraner Delegation um 13.00 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) den pakistanischen Regierungschef Sharif treffen.
Die USA und Israel hatten Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien am Dienstag auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden.
N.Fournier--BTB