-
Xi zu zweitägigem Besuch in Nordkorea eingetroffen
-
Trump-Kritiker unter sich: Papst Leo XIV. trifft spanischen Regierungschef Sánchez
-
Schulschließungen in japanischer Stadt wegen streunenden Bären
-
Nach Tod von Siebenjähriger in Rheinland-Pfalz: Anklage gegen Mutter erhoben
-
Großflächiger Stromausfall in baden-württembergischem Reutlingen
-
Streit um Bafög-Reform: DGB warnt vor Politikverdrossenheit bei jungen Menschen
-
Aufträge für die Industrie im April zurückgegangen - vor allem in der Autobranche
-
Ölpreis steigt um mehr als fünf Prozent - Börsen im Minus
-
Greenpeace klebt an Grenzübergängen "Höchstgeschwindigkeit 100"-Schilder an
-
"Sie sind unaufrichtig oder dumm": Trump verlässt wutentbrannt Interview
-
Miersch dämpft Erwartungen an rasche Reformbeschlüsse
-
Großflächiger Stromausfall in Reutlingen
-
Bas: Steuerreform muss mindestens Entlastung von 500 Euro im Jahr bringen
-
Urlaub in Südeuropa deutlich günstiger als in Deutschland
-
DGB stemmt sich gegen Abschaffung des Acht-Stunden-Tages
-
Dänemarks Ministerpräsidentin: "Ein großer Schreck"
-
Völler: "Neuer wird ein Super-Turnier spielen"
-
Schult sieht Neuer-Comeback skeptisch
-
Deutsche WM-Chancen: Gündogan "sehr optimistisch"
-
DFB-Gegner Ecuador gewinnt Generalprobe locker
-
DFB-Auswahl bezieht WM-Quartier
-
Das Formel-1-Reife(n)zeugnis: Monaco
-
"Bisschen betrunken": Zverev schaltet in den Partymodus
-
Verhandlungen in Bonn sollen Weichen für UN-Klimakonferenz in Antalya stellen
-
Wadephul und Pistorius empfangen australische Kollegen in Berlin
-
EU-Verteidigungsminister diskutieren Unterstützung der Ukraine in Zypern
-
Chinas Präsident Xi zu zweitägigem Besuch in Nordkorea erwartet
-
Papst Leo XIV. hält Rede vor dem spanischen Parlament
-
Parlamentswahl in Armenien: Rückenwind für Paschinjans pro-westlichen Regierungskurs
-
SCANDIC COIN und COINBASE Listung als Brücke zu realen Vermögenswerten
-
Parlamentswahl in Armenien: Partei von Paschinjan in Führung (Teilergebnisse)
-
Nachwahlbefragungen: Fujimori bei Stichwahl um Präsidentenamt in Peru knapp vorn
-
Friedensforschungsinstitut Sipri warnt vor wachsender Bedeutung von Atomwaffen
-
Starmer, Merz und Macron unterstützen Vorschlag Selenskyjs für "direkten Dialog" mit Moskau
-
Israels Armee entdeckt Tunnelsystem unter eingenommener Burg Beaufort im Libanon
-
Parlamentswahl im Kosovo: Partei von Regierungschef Kurti liegt deutlich vorn
-
Betrieb an Münchner Flughafen wegen "intensiven Brandgeruchs" in Tower gestoppt
-
Israel meldet vom Iran abgefeuerte Raketen - erstmals seit Beginn der Waffenruhe
-
Finalniederlage: Deutsche 3x3-Basketballer holen WM-Silber
-
Merz, Nadal und Co. gratulieren Zverev
-
Hauseinsturz mit drei Toten in Görlitz: Zwei Tatverdächtige festgenommen
-
Bei Länderspiel: Eriksen erneut auf dem Platz kollabiert
-
Pressestimmen zum Sieg von Alexander Zverev: "Dämonen besiegt"
-
Britischer Premier Starmer empfängt Merz und Macron zu Ukraine-Gesprächen
-
Triumph in Paris: Zverev erstmals Grand-Slam-Sieger
-
Niedermaier Zweite beim Giro - Vollering komplettiert Sammlung
-
Antonelli schreibt Geschichte: Jüngster Sieger in Monaco
-
Kiel schlecht wie seit Jahrzehnten nicht - Minden steigt ab
-
Kiew: Russische Drohne trifft Atommüllagergebäude bei Tschernobyl
-
Hubschraubereinsatz: Drei Wanderinnen aus Watt vor St. Peter Ording gerettet
Amnesty Deutschland: Iran Land mit den zweitmeisten Hinrichtungen weltweit
Die Zahl der vollstreckten Todesurteile ist laut Amnesty International so hoch wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr. Vor allem im Iran sei der Anstieg auf mehr als 2150 Hinrichtungen "erschreckend" hoch, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation. "2025 war Iran das Land mit den zweitmeisten Hinrichtungen weltweit", erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, Julia Duchrow, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Im vergangenen Jahr wurden weltweit insgesamt 2707 Menschen hingerichtet, heißt es in dem Bericht. Damit wurde der höchste Stand seit 1981 erreicht. Die aktuellen Höchstzahlen sind der Organisation zufolge auf Rückschritte in wenigen Staaten zurückzuführen.
Allein die Behörden der Islamischen Republik Iran richteten demnach im Jahr 2025 mindestens 2159 Menschen hin - mehr als doppelt so viele wie 2024. "Der dramatische Anstieg von Hinrichtungen um 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geht vor allem auf wenige Staaten zurück, die die Todesstrafe gezielt als Instrument der Einschüchterung einsetzen, allen voran China, Iran und Saudi-Arabien", hieß es in dem Bericht. Insbesondere dem Iran sei diese neue Höchstzahl zuzuschreiben.
Zum Jahresende 2025 war laut Amnesty gegen weltweit 28.085 Menschen ein Todesurteil ergangen. Die Todesstrafe sei "unmenschlich, endgültig und lässt keinen Raum für Fehler oder Gerechtigkeit", erklärte Duchrow. Dass immer noch Regierungen darauf setzten, zeige "eine erschreckende Missachtung des Rechts auf Leben".
Dies gelte insbesondere für den Iran. "Im Iran können wir aktuell auf bedrückendste Weise mitverfolgen, wie Staaten die Todesstrafe systematisch einsetzen, um Menschen zum Schweigen zu bringen, benachteiligte Gruppen zu unterdrücken und Angst zu verbreiten", erklärte die Amnesty-Generalsekretärin. "Die iranischen Behörden setzen die Todesstrafe gezielt ein, um die Bevölkerung massiv einzuschüchtern und zu kontrollieren."
Laut Amnesty und weiteren Menschenrechtsgruppen hat Teheran die Zahl der Hinrichtungen nach den jüngsten regierungskritischen Protesten im Januar und den US-israelischen Angriffen Ende Februar noch einmal vorangetrieben. Viele dieser Hinrichtungen stehen demnach im Zusammenhang mit Anklagen im Zuge der Proteste und der angeblichen Mitgliedschaft in verbotenen Gruppen. Die Menschen im Iran sieht daher Duchrow "doppelt unter Druck - einerseits durch Androhung neuer Bombardierungen durch die USA und Israel. Andererseits durch die massiven, teils tödlichen Repressionen der eigenen Regierung".
Einen "deutlichen Anstieg von Hinrichtungen" gab es 2025 laut Duchrow nach dem Zwölftagekrieg zwischen Israel und dem Iran. Zudem verwies sie gegenüber AFP auf ein neues Gesetz "unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit". Das Gesetz trat demnach im Oktober 2025 in Kraft und sieht für Vorwürfe wie "Zusammenarbeit mit feindlichen Regierungen" und "Spionage" laut Duchrow "zwingend die Todesstrafe vor".
Auch in anderen Ländern der Region wurden dem Bericht zufolge mehr Menschen hingerichtet als 2024. Saudi-Arabien vollstreckte im vergangenen Jahr mindestens 356 Hinrichtungen - und übertraf damit die bereits 2024 festgestellte Rekordzahl von mindestens 345 Hinrichtungen. In Kuwait verdreifachte sich die Zahl der Hinrichtungen nahezu von sechs im Jahr 2024 auf 17 im vergangenen Jahr.
Die im Bericht dokumentierten 2707 Hinrichtungen weltweit bilden allerdings nur einen Teil des tatsächlichen Ausmaßes ab: Nicht erfasst sind Exekutionen in China, wo entsprechende Daten als Staatsgeheimnis gelten. Dennoch ist China dem Bericht zufolge mit tausenden Fällen unverändert das Land mit den meisten Hinrichtungen weltweit.
Nach Angaben von Amnesty haben insgesamt 145 Länder die Todesstrafe mittlerweile per Gesetz oder in der Praxis abgeschafft. 113 Länder haben die Todesstrafe für alle Straftaten abgeschafft. Allerdings stellte die Organisation für 2025 Hinrichtungen in 17 Ländern fest - im Vorjahr waren es noch 15 Länder.
Die Staaten, die weiterhin an Hinrichtungen festhielten, stehen aus Duchrows Sicht "zunehmend isoliert da". Weltweit setze sich die Erkenntnis durch, "dass die Todesstrafe grausam, diskriminierend und wirkungslos ist - und deshalb keinen Platz mehr in unserer Zeit haben darf".
E.Schubert--BTB