-
Kommunikation über Koalitionsausschuss: SMS statt Pressekonferenz
-
Israel ordnet Abzug von Diplomaten an: Britisches Konsulat in Jerusalem stellt Arbeit ein
-
Klingbeil: Steuerreform setzt "im Rahmen des Möglichen" richtige Schwerpunkte
-
Rubio: USA wünschen sich ein "starkes Europa"
-
Ein Toter und eine Verletzte bei Bär-Angriff in mongolischer Hauptstadt
-
Niedersachsen: 40-Jährige findet vier Meter lange Schlangenhaut auf Gehweg
-
Auto erfasst Mopeds in Brandenburg: Vier Tote 14 bis 19 Jahre alt
-
Rot-Grün-Rot in Berlin einigt sich auf Aufnahme von Sondierungsgesprächen
-
Stimmungstest für Meloni: Italiens Parlament entscheidet über umstrittene Wahlrechtsreform
-
Polizei setzt Suche nach möglichem Puma nahe München fort
-
Igel oder Eule statt Churchill: Neue Pfund-Scheine zeigen künftig Tiermotive
-
Spannung vor Vergabe des Literaturnobelpreises: Experten tippen auf eine Frau
-
WWF: Wildtierpopulation weltweit seit 1970 um fast drei Viertel geschrumpft
-
Steuerreform: Union fordert vollständigen Ausgleich von kalter Progression
-
Verbände fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten
-
Krankheitskosten im Jahr 2024 auf rund 528 Milliarden Euro gestiegen
-
Deutsche Exporte im August leicht gesunken - Anstieg im Vergleich zum Vorjahr
-
Leitende Informatikerin für Apollo-Programm der Nasa: Margaret Hamilton mit 90 Jahren gestorben
-
Einen Tag nach tödlichen Angriffen: Huthis attackieren erneut Flughafen in Riad
-
WNBA: Fiebich verliert auch zweites Halbfinale mit New York
-
Steinmeier beginnt zweitägigen Staatsbesuch in Frankreich
-
Bundestag debattiert über Einkommensteuerreform
-
EU-Handelskommissar Sefcovic trifft chinesischen Handelsminister Wang
-
Finanzminister der Eurogruppe treffen sich zu Beratungen in Luxemburg
-
Bundesgerichtshof prüft Setzen von Cookies ohne Einwilligung
-
Britischer Premierminister Burnham zu Antrittsbesuch bei Merz
-
Ex-Geisel Eli Scharabi erinnert in Tel Aviv an Opfer des Hamas-Überfalls vor drei Jahren
-
Brasiliens Präsident Lula veröffentlicht erstmals Selfie-Video in Onlinediensten
-
Ronaldo adelt Messi: "Mein voller Respekt"
-
US-Regierung nennt Negativschlagzeilen über "USS Lincoln" Stimmungsmache
-
FIFA-Wahl: Vega will Infantino herausfordern
-
Proteste in Izmir nach Wechsel des Bürgermeisters zur Regierungspartei AKP
-
Handball: Magdeburg feiert Sieg im Schlüsselspiel
-
Von Zwangsräumung betroffene Spanierin Maricarmen gestorben
-
Mieterverband: Zwangsgeräumte Spanierin Maricarmen gestorben
-
"Inakzeptable Bedingungen": Golfstar Rahm verlässt LIV-Tour
-
US-Außenminister Rubio fordert Europa zum Erwachen aus "langem Schlaf" auf
-
Möglicher Pestfall in Russland: WHO kann keine umfassende Risikobewertung vornehmen
-
Sachsen-Anhalt: SPD beendet Initiative für Regierungsbildung an AfD vorbei
-
Nur noch Platz 13: DFB-Team rutscht weiter ab
-
Lange Themenliste: Koalitionsausschuss in Berlin zusammengekommen
-
Jahrestag des Hamas-Angriffs: Appelle für entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus
-
Nach fehlgeschlagener Hinrichtung von Christa Pike: Streit um Exekution in Texas
-
Mindestens 24 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - darunter vier Kinder
-
Netanjahu am Jahrestag: "Wir werden alle Mörder zur Rechenschaft ziehen"
-
Gedenken an 7. Oktober: Dobrindt warnt vor Antisemiten an der Regierung
-
Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge
-
Russischer Hacker in Japan festgenommen: 28-Jähriger nach Deutschland ausgeliefert
-
Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert
-
Jahrestag des Hamas-Überfalls: New Yorks Bürgermeister wirft Israel "Genozid" vor
Regierung beschließt Zehn-Milliarden-Euro-Programm für besseren Zivilschutz
Die Bundesregierung hat ein umfassendes Ausbauprogramm für den Zivilschutz auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss am Mittwoch von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgelegte Eckpunkte für einen "Pakt für den Bevölkerungsschutz". "Wir bereiten uns vor auf Katastrophen und Konflikte", sagte Dobrindt in Berlin. Er kündigte an, bis 2029 sollten rund zehn Milliarden Euro zur Verfügung stehen.
Vorgesehen sind zusätzliche Investitionen etwa in Ausrüstung und Personal des Technischen Hilfswerks (THW) und weiterer Organisationen. Bereitgestellt werden sollen mehr als tausend Spezialfahrzeuge, die dem THW sowie im Krisenfall auch den Ländern zur Verfügung stehen würden. Ein Bauprogramm im Volumen von rund drei Milliarden Euro soll Gebäude insbesondere des THW krisensicher machen.
Verbessert werden soll auch der Einsatz moderner Warn- und Kommunikationssysteme sowie die Trinkwasser- und Stromversorgung in Notfällen. Die Warn-App NINA soll optimiert und mit Einsatzkräften vernetzt werden. Die Installation oder Ertüchtigung von Sirenen will der Bund weiter fördern. Ab 2027 sollen diese auch über das digitale Warnsystem angesteuert werden können. Dieses soll Menschen das Auffinden von Schutzräumen erleichtern, egal wo sie sich gerade aufhalten.
Dobrindt wertete den Pakt als "neue tragende Säule unserer sicherheitspolitischen Architektur". Beim Bundesinnenministerium solle eine neue Stabsstelle "Kommando zivile Verteidigung" geschaffen werden. Diese würde im Verteidigungsfall die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr koordinieren. "Innere und äußere Verteidigung gehören eng zusammen", sagte der Innenminister. Er räumte ein, dass es beim Bevölkerungsschutz einen Nachholbedarf gebe. Diese Lücken sollten nun geschlossen werden.
"Ohne Sicherheit ist alles andere nichts", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei einem gemeinsamen Auftritt mit Dobrindt in Verbindung mit der Übergabe neuer Einsatzfahrzeuge an das THW. Es gebe aber auch "keine Sicherheit ohne einen funktionierenden Bevölkerungsschutz". Man müsse auf Bedrohungsszenarien vorbereitet sein und "zugleich tun wir alles, damit diese Bedrohung niemals eintritt", hob er hervor. Pistorius sicherte auch zu, die Bundeswehr werde im Bedarfsfall zivile Einsatzkräfte unterstützen.
Geplant ist im Rahmen des Programms außerdem, an bundesweit 61 Standorten eine Medizinische Task Force des Bundes (MTF) aufzubauen. Sie soll die vorklinische Versorgung bei einem möglichen Massenanfall von Verletzten sicherstellen. Dafür will der Bund in großem Umfang Sanitätsmaterial bereitstellen. THW und Einsatzkräfte der Länder sollen moderne Schutzanzüge nutzen können, auch gegen chemische, biologische oder atomare Bedrohungen.
Teil des neuen Programms sind auch größere Anstrengungen bei der Ausbildung ehrenamtlicher Helfer sowie bei der Information der Bevölkerung. Dobrindt nannte dabei auch Wissensvermittlung an Schulen zum Umgang mit Gefahrensituationen. Die dort erworbenen Kenntnisse könnten Kinder und Jugendliche dann in ihren Familien weitergeben.
Anstrengungen über die von Dobrindt angekündigten Maßnahmen hinaus forderte der Deutsche Landkreistag. "Der Pakt kann nur ein erster Schritt sein", sagte Hauptgeschäftsführer Kai Ruge der "Rheinischen Post". Es gehe zum einen darum, dass die vom Bund bereitgestellten Mittel tatsächlich bei den Kommunen ankämen. Zudem müssten Länder und Kommunen von Beginn an in die Planungen einbezogen werden.
"Hybride Bedrohungen, Cyberangriffe und der russische Angriffskrieg zeigen, dass Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit stärken muss", erklärte SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller. "Der Schutz der Bevölkerung ist dabei eine zentrale staatliche Aufgabe."
Einen "nachhaltigen Kraftakt" für einen besseren Bevölkerungsschutz forderte das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Dafür sei "eine gute Ausstattung der anerkannten Hilfsorganisationen von entscheidender Bedeutung, betonte DRK-Generalsekretär Christian Reuter.
O.Krause--BTB