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Elektrotechniker für Hisbollah: Bewährungsstrafe für 51-Jährigen in Niedersachsen
Ein früheres Hisbollah-Mitglied ist in Niedersachsen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der heute 51-Jährige habe von 2013 bis 2022 im Libanon und in Syrien für die proiranische Hisbollah-Miliz gearbeitet, teilte das Oberlandesgericht Celle am Donnerstag mit. Als Elektrotechniker habe er unter dem Deckmantel einer zivilen Firma Waffen- und Raketensysteme gewartet und repariert.
Außerdem sei er im Umgang mit Waffen ausgebildet und ideologisch geschult worden. Nachdem ihn die Hisbollah wegen Spionageverdachts inhaftiert habe, sei er nach Deutschland geflohen. Verurteilt wurde er nun wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Das Gericht verhängte ein Jahr und drei Monate Freiheitsstrafe, die es zur Bewährung aussetzte.
Der Angeklagte hatte gestanden, was strafmildernd gewertet wurde. Außerdem habe er sich glaubhaft von der Hisbollah distanziert, führte das Gericht aus. Er sei in Deutschland integriert und gehe einer geregelten Arbeit nach. Es sei nicht damit zu rechnen, dass er noch einmal straffällig werde. Strafverschärfend berücksichtigte das Gericht aber, wie lange der 51-Jährige für die Hisbollah tätig gewesen sein soll. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
P.Anderson--BTB