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Betriebskrankenkassen fordern bessere Strukturen zur Vorbeugung von Suiziden
Die Betriebskrankenkassen in Deutschland haben eine bessere nationale Suizidprävention gefordert. "Wir brauchen endlich verbindlichere und wirkungsvollere Strukturen für die Suizidprävention mit einem deutlich höheren Stellenwert in der Gesundheitspolitik und einer angemessenen Finanzierung", forderte der BKK Dachverband am Donnerstag. Die Angebote müssten dort ansetzen, wo Menschen niedrigschwellig erreicht werden könnten, also in Betrieben, an Schulen und Hochschulen oder in Pflegeeinrichtungen.
Den Angaben zufolge nimmt sich statistisch gesehen alle 51 Minuten ein Mensch in Deutschland das Leben. Im Jahr 2024 begingen demnach 10.372 Menschen Suizid. Suizid zähle somit weiterhin "zu den bedeutendsten vermeidbaren Todesursachen", beklagte der Verband aus Anlass des Welttages der Suizidprävention an diesem Donnerstag. Mehr als dreimal so viele Menschen sterben den Zahlen zufolge durch Suizid als bei Verkehrsunfällen.
Männer sind besonders betroffen, sie machen mehr als 70 Prozent der Suizidfälle aus. Die höchsten Zahlen sind bei Männern zwischen 55 und 64 sowie bei älteren Menschen zu verzeichnen. Der BKK Dachverband forderte aber auch, Unterstützungsangebote für Hinterbliebene - Freunde, Kollegen und andere Bezugspersonen - zu stärken. Suizidprävention sei "nicht nur eine gesundheitspolitische, sondern eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung", erklärte BKK-Vorständin Anne-Kathrin Klemm.
C.Kovalenko--BTB