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Vor Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD liegt weiter vor SPD
Zehn Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern führt die AfD in aktuellen Umfragen weiter vor der regierenden SPD. Nach am Donnerstag veröffentlichten Erhebungen liegen beide Parteien derzeit drei bis fünf Punkte auseinander. Gewählt wird der neue Landtag am Sonntag kommender Woche hin.
In einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für die ARD kommt die AfD auf 38 Prozent und die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 33 Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche legten beide Parteien damit um drei beziehungsweise einen Punkt zu.
Eine Erhebung des Instituts Insa für den "Nordkurier" sah die AfD bei 36 Prozent, ihr Wert blieb im Vergleich zur Vorgängerumfrage vor vier Wochen stabil. Die SPD legte hingegen gegenüber Mitte August um vier Punkte auf 33 Prozent zu.
Unterschiedliche Werte ergaben sich für die mit der SPD regierende Linke. Während sie bei Insa weiter stabil bei elf Prozent lag, fiel sie bei Infratest dimap im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf neun Prozent zurück. Auch die oppositionelle CDU büßte an Zustimmung ein und erreichte in beiden Umfragen nur noch sieben Prozent - ein historisch niedriger Wert für die Partei.
Die Grünen kamen in beiden Erhebungen auf fünf Prozent und könnten damit den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag knapp schaffen. Das BSW käme unverändert auf vier Prozent und würde damit den Einzug verpassen. Auch die FDP, die in den Umfragen nicht separat aufgeführt wird, würde an der Fünfprozenthürde scheitern und ausscheiden.
Rot-Rot-Grün hätte im neuen Landtag eine Mehrheit, weitere denkbare Konstellationen zeichnen sich dagegen nicht ab. Eine Koalition mit der AfD schließen die anderen Parteien aus. Insa befragte vom Dienstag vergangener Woche bis Dienstag 1000 Wahlberechtigte, bei Infratest dimap waren es von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1556 Wahlberechtigte.
Jeder zehnte Wahlberechtigte gab in der ARD-Umfrage an, dass sich seine Parteipräferenz bis zum Wahltag am 20. September noch ändern könnte. Für drei Viertel oder 74 Prozent der Wahlberechtigten steht die Wahlentscheidung nach eigenen Angaben fest.
Bei einer direkten Wahl der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten würden sich laut Infratest dimap im Duell der Spitzenkandidaten mit 59 Prozent sechs von zehn Wahlberechtigten für die amtierende Regierungschefin Schwesig und 28 Prozent für den AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm entscheiden.
Die Wahl vom September 2021 gewann in Mecklenburg-Vorpommern die SPD mit 39,6 Prozent vor der AfD mit 16,7 Prozent, der CDU mit 13,3 Prozent und der Linken mit 9,9 Prozent. Auch die Grünen und die FDP zogen mit 6,3 Prozent beziehungsweise 5,8 Prozent damals in den Schweriner Landtag ein. Das BSW trat damals noch nicht an.
J.Fankhauser--BTB