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Trump: Huthis wollten keine Einmischung der USA im Jemen
Die pro-iranische Huthi-Miliz hat US-Präsident Donald Trump zufolge die USA gebeten, sich aus ihren Kämpfen gegen die Regierungstruppen im Jemen herauszuhalten. "Die Huthis haben uns angerufen und sie wollen nicht gegen uns kämpfen", sagte Trump bei einem Besuch in Irland am Samstag vor Reportern. "Sie wollen nicht, dass wir sie verfolgen". In der Region werde "alles gut und schön laufen", fügte er hinzu.
Die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen einen groß angelegten Vorstoß unternommen und die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer erobert. Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab.
Die Meerenge hat nach der Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs insbesondere für den weltgrößten Erdölexporteur Saudi-Arabien an Bedeutung gewonnen.
Die Huthis griffen in dieser Woche auch saudiarabische Ölanlagen mit Drohnen und Raketen an. Saudi-Arabien unterstützt Jemens Regierung bei ihrem Kampf gegen die Huthis. Der Golfstaat reagierte seinerseits mit zahlreichen Luftangriffen, wobei nach Angaben der Huthis der Flughafen der Hafenstadt Mocha getroffen wurde. Die Huthis hatten zuvor auch Mocha unter ihre Kontrolle gebracht.
Trump erklärte auch, er habe mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gesprochen, den er als "Freund" bezeichnete.
Das US-Nachrichtenportal "Axios" hatte zuvor berichtet, bin Salman habe Trump am Donnerstag angesichts des schnellen Vormarschs der Huthis in Mocha zweimal angerufen und um militärische Unterstützung gebeten. Die USA hätten die Bitte jedoch abgelehnt. Die US-Regierung werde Saudi-Arabien weiterhin nachrichtendienstliche Informationen liefern, zitierte das Medienportal einen Regierungsvertreter. Ein direktes militärisches Eingreifen werde zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht in Betracht gezogen.
C.Kovalenko--BTB