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Auch sein Lächeln ist Thema: Scharfe Kritik an Klinsmann
"Beschämend" und "demütigend": Trainer Jürgen Klinsmann (59) gerät in Südkorea nach dem Aus im Halbfinale beim Asien Cup stark unter Druck. Die Reaktionen der Fans und Medien in der Heimat fielen nach dem 0:2 gegen Jordanien am Dienstag vernichtend aus, der Tenor lautete: Die Pleite sei nur das jüngste Beispiel einer fragwürdigen Taktik und Mannschaftsaufstellung.
Vor allem die Art und Weise, wie Klinsmann selbst bei Niederlagen ein Lächeln auf den Lippen trägt, hat seine Kritiker auf den Plan gerufen. "Während die Spieler ihre Enttäuschung und ihr gezwungenes Lächeln zeigten, war Klinsmanns Gesicht von einem Lachen erfüllt", schrieb etwa Sports Hankook: "Es war eine Szene, die äußerst verwirrend war, wenn man bedenkt, dass er der Trainer der koreanischen Nationalmannschaft ist."
Klinsmann wollte mit Südkorea das Turnier zum ersten Mal seit 1960 gewinnen, doch gegen die in der Weltrangliste 64 Plätze schlechter platzierten Jordanier gelang kein einziger Torschuss. Vom ehemaligen Bundesliga-Star Heung-Min Son bekam Klinsmann hingegen Unterstützung, der Ex-Bundestrainer werde nach der Pleite "noch stärker" werden.
Einen Rücktritt schloss Klinsmann aus. "Ich habe nicht vor, irgendetwas zu tun", sagte er: "Ich habe vor, dieses Turnier zu analysieren und mit dem koreanischen Verband darüber zu sprechen, was gut und was nicht so gut war. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns." Er sei "enttäuscht" und "wütend", sagte Klinsmann: "Wir hatten das große Ziel, ins Finale zu kommen."
O.Krause--BTB