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Party hier, Doppel-Rot da: VfB dreht Spiel gegen Leipzig
Ein entfesselter VfB Stuttgart spielt RB Leipzig in der zweiten Halbzeit an die Wand.
Stuttgart (SID) Das Stuttgarter Fußball-Feuerwerk endete in einer Eruption. Wie wild bejubelten Fans und Spieler des VfB das enorm wichtige 2:1 (0:1) gegen RB Leipzig am Mittwochabend, das Krokodil-Maskottchen Fritzle spielte dazu Luftgitarre. In der zweiten Halbzeit zeigte Stuttgart begeisternden Fußball und rückte in der Tabelle der Fußball-Bundesliga bis auf einen Punkt an den viertplatzierten Gegner heran, der das Spiel nach zwei Platzverweisen zu neunt beenden musste.
"Wir haben uns enorm gesteigert und verdient gewonnen", analysierte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bei Sky zufrieden. "Wir hatten anfangs eine kleine Findungsphase, in der zweiten Halbzeit war es dann wesentlich besser. Wir wollen auch nächstes Jahr wieder international spielen."
Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hatte Benjamin Sesko früh für die Leipziger Führung gesorgt (10.), doch ein stark verbesserter VfB drehte die Partie nach der Pause durch Neuzugang Jacob Bruun Larsen (50.) sowie Nick Woltemade (60.). Stuttgart befindet sich wieder mitten im Rennen um die begehrten Königsklassen-Ränge. Bei RB sahen Sesko (85.) und Lois Openda (88.) jeweils Gelb-Rot.
Die beiden Champions-League-Teilnehmer waren am Wochenende jeweils mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet; RB-Coach Marco Rose sprach vor dem Duell des Zweit- mit dem Viertplatzierten der vergangenen Saison gar von einem "Spitzenspiel."
Der 48-Jährige sollte Recht behalten mit seiner Prognose. Beide Teams bemühten sich in den Anfangsminuten um ein schnelles Angriffsspiel - zum ersten Mal zum Erfolg führen sollte das im Fall der Gäste: Der beim 4:2 gegen Bremen mit einem Doppelpack aus seiner Verletzungspause zurückgekehrte Xavi Simons setzte Sesko in Szene, der aus zentraler Position unplatziert, aber hart aufs Tor schoss. VfB-Keeper Alexander Nübel konnte nur noch abfälschen.
In einer emotional aufgeladenen Partie wand sich der VfB anschließend erfolgreich aus dem Leipziger Klammergriff und sendete in Person von Deniz Undav aus abseitsverdächtiger Position zumindest ein Achtungszeichen (25.). Weiterhin fehlte es den Schwaben jedoch an Genauigkeit. Leipzig besann sich auf schnelle Gegenstöße, Xavi scheiterte in Minute 38 aus spitzem Winkel an Nübel.
Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag: Undav schlug eine Flanke aus dem rechten Halbfeld, Bruun Larsen feierte mit einem punktgenauen Kopfball nach seiner Startelfpremiere auch sein Tordebüt für den VfB. Die Stuttgarter kamen nun auf den Geschmack und zwangen die Gäste immer wieder zu Ballverlusten - was schließlich im 2:1 resultierte: RB-Keeper Peter Gulacsi wehrte zunächst noch gegen Undav ab, Woltemade traf im Nachsetzen.
Leipzig kam nun nur noch zu wenig Entlastung, das Hoeneß-Team schien dem dritten Tor näher als RB dem Ausgleich.
C.Meier--BTB