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Vor Schweiz-Spiel: Sorgen um Knorrs Knie
Juri Knorr wiegelte ab. Sprechen mochte der Spielmacher über den "Schreckmoment" für Deutschlands Handballer nicht. "Ich muss wegen meinem Knie in die Kabine", sagte Knorr entschuldigend und humpelte in die Umkleide. Die Sorgen um die Gesundheit des DHB-Torjägers überlagerten die Freude über den 35:28-Auftaktsieg bei der WM gegen Polen. Ob Knorr im zweiten Vorrundenspiel gegen die Schweiz am Freitag (20.30 Uhr/ZDF) auflaufen kann, ist ungewiss.
"Ich hoffe natürlich, dass es nichts Ernstes ist", sagte Bundestrainer Alfred Gislason. Knorr sei "ein wichtiger Spieler. Er ist unser Mittelmann Nummer eins." Ein Ausfall würde das deutsche Team sicherlich hart treffen, doch Gislason versicherte, dass Knorr im Fall der Fälle zu ersetzen sei. "Wir haben die Breite, ohne Frage", so der Isländer am späten Mittwochabend im Bauch der Jyske Bank Arena in Herning: "Ich hoffe einfach das Beste, dass er das nächste Spiel oder spätestens das übernächste Spiel wieder spielen kann."
Knorr, der bis dahin fünf Treffer erzielt hatte, war in der 40. Minute weggerutscht und hielt sich danach das linke Knie. Während die deutsche Mannschaft um den Sieg kämpfte, lag Knorr zunächst mit schmerzverzerrtem Gesicht hinter der Auswechselbank und konnte nicht mehr eingreifen. Nach der Schlusssirene betrat der Rückraumspieler immerhin wieder das Parkett.
"Es war nass. Er rutscht ein bisschen aus. Dann kriegt er Bodenkontakt", berichtete Gislason von der Szene, die Handball-Deutschland den Atem stocken ließ. Der DHB-Coach nannte es "einen Schreckmoment. Ich habe ihn gerade gefragt. Er meinte Verstauchung. Aber das werden wir erst morgen sehen. Wenn es nur eine Verstauchung ist, dann haben wir sehr großes Glück."
"Ich hoffe, dass da jetzt nichts Schlimmeres ist", sagte Rückraumspieler Renars Uscins, der gegen Polen mit zehn Treffern zum besten deutschen Torschützen avanciert war. Knorr sei "extrem wichtig" für die deutsche Mannschaft, "für unsere Spielsteuerung. Und da hoffe ich, dass er sich in den nächsten ein, zwei Tagen wieder erholen kann."
N.Fournier--BTB