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DSV schickt Oberstdorf ins WM-Rennen für 2031
Der Deutsche Skiverband (DSV) bewirbt sich mit Oberstdorf um die Nordische Ski-WM 2031. Das Wintersport-Mekka im Allgäu profitierte von einem Verzicht der sächsischen Orte Oberwiesenthal und Klingenthal, die ebenfalls Interesse angemeldet hatten. Die Titelkämpfe im Skispringen, Skilanglauf und der Nordischen Kombination werden schon beim FIS-Kongress im Juni 2026 in Belgrad vergeben.
Vorausgegangen war der kurzfristige Entschluss, statt für 2033 schon für 2031 den Hut in den Ring zu werfen. Aufgrund der somit verkürzten Vorbereitungszeit bot der Skiverband Sachsen an, "seine WM-Ambitionen zunächst einmal zu verschieben", teilte der DSV mit.
Für 2031 stehen die deutschen Chancen deutlich besser, einziger Konkurrent ist Planica. Das "Tal der Schanzen" in Slowenien hatte allerdings erst 2023 die WM ausgerichtet - und mit hohen Eintrittspreisen und leeren Tribünen viel Kritik einstecken müssen. Für 2033 hingegen haben bereits mehrere Nationen ihr Interesse signalisiert.
"Dass sich der DSV aus nachvollziehbaren strategischen Gründen bereits für 2031 bewirbt, ist eine Entscheidung, die wir respektieren und aktiv unterstützen", sagte Heiko Krause, Präsident des Skiverbandes Sachsen: "Es bleibt aber unser Ziel, die Nordische Ski-WM in absehbarer Zeit nach Sachsen zu holen."
Das schnelle Handeln war nötig geworden, weil Anfang Mai der Bewerber Ramsau (Österreich) kurzfristig auf eine Kandidatur für 2031 verzichtet hatte und sich so die sehr gute Chance für eine WM in Deutschland auftat. Oberstdorf war bereits 1987, 2005 und zuletzt 2021 während der Corona-Pandemie Gastgeber.
Neben Oberstdorf, wo jedes Jahr die Vierschanzentournee der Skispringer beginnt, war in Deutschland bislang nur Oberhof (1931) Gastgeber einer WM. Die Weltmeisterschaften 2027 finden in Falun (Schweden), 2029 in Lahti (Finnland) statt.
Y.Bouchard--BTB