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Kimmich deutlich: "Eine unserer schlechtesten Leistungen"
Kapitän Joshua Kimmich hat nach dem verpassten Finaleinzug in der Nations League deutliche Worte gefunden. "Man muss sehr ehrlich sein: Das war eines unserer schlechtesten Spiele", sagte der Jubilar nach dem 1:2 (0:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Portugal in München, einer "absolut verdienten Niederlage", wie der Anführer von Bayern München nach seinem 100. Länderspiel außerdem einräumte: "Wir müssen verstehen, dass wenn wir nicht bei 100 Prozent sind, dann wird es gegen jeden Gegner schwer. Dann können wir gegen ein europäisches Top-Team nicht bestehen. So ehrlich müssen wir heute sein."
Das deutsche Team war im Halbfinale dank Florian Wirtz (48.) zwar in Führung gegangen. Doch für Portugal war der Gegentreffer wie ein Weckruf, der ehemalige Europameister drehte durch die Tore von Francisco Conceicão (63.) und Cristiano Ronaldo (68.) binnen fünf Minuten das Spiel. "Wir hatten defensiv längst nicht die Galligkeit wie in den letzten Monaten", analysierte auch Bundestrainer Julian Nagelsmann im ZDF, "wir waren auf einigen Positionen nicht bei 100 Prozent. Das war eines unserer schwächsten Spiele in den vergangenen Monaten."
Für die deutsche Mannschaft war es die erste Niederlage nach acht Spielen - und erst die zweite in den vergangenen 18 Spielen nach dem Aus im EM-Viertelfinale gegen Spanien. Statt um den Titel spielt Deutschland nun am Sonntag in Stuttgart (15.00 Uhr) um Platz drei - gegen den WM-Zweiten Frankreich oder Europameister Spanien. Bereits da habe man "die Chance, eine Reaktion zu zeigen", sagte Kimmich.
Auch sein Vereinskollege Leon Goretzka hoffte, "dass wir die richtigen Lehren ziehen", sagte der Mittelfeldspieler des FC Bayern. Ihn ärgerte die Art und Weise der Niederlage mehr als das Ausscheiden selbst: "Ich hatte irgendwie das Gefühl, uns hat ein bisschen der Mut gefehlt, was schwierig zu verstehen ist", sagte Goretzka: "Das Ärgerliche ist: Normalform hätte heute, glaube ich, gereicht."
Kimmich schlug in eine ähnliche Kerbe. "Es ist klar, dass wenn wir am Limit sind, dass wir mit jedem mithalten können. Aber wir müssen wirklich auch jeden Spieler am Limit haben", sagte der 30-Jährige: "Sonst braucht man sehr viel Glück, um zu bestehen."
R.Adler--BTB