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Kein Platz für Luftschlösser: Kuntz über HSV-Rückkehr
Sieben lange Jahre musste der HSV warten, um sich endlich wieder Fußball-Bundesligist nennen zu dürfen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, gelten laut Stefan Kuntz zwei entscheidende Devisen, um eine neue Hamburger Mentalität zu entwickeln: Der Verein müsse "Ruhe bewahren, vor allem bei der ersten Krise nicht gleich durchdrehen", sagte der Sportvorstand im Gespräch mit ran. Gleichzeitig dürfe der Klub aber auch "nicht wieder irgendwelche Luftschlösser" bauen.
Das ist der oft stark krisengeplagten Traditionsverein auch seinen Fans schuldig, so Kuntz: "Die Menschen hier haben lange gelitten, sind veräppelt worden sieben Jahre lang", betonte der 62-Jährige. Doch die emotionale Strahlkraft des Klubs in der Stadt ist gewaltig, dessen ist sich Kuntz bewusst: "Kaum einer hat mir gratuliert", bekräftigte er, "die meisten haben sich bedankt". Nun sei jedoch "nicht mehr nur Loyalität, unbedingte Treue und gemeinsames Leiden gefragt" - stattdessen ist nun die Zeit gekommen, "stolz durch die Gegend zu gehen und zu sagen: 'Wir sind wieder da'."
Damit der Verbleib in der Bundesliga gleich im ersten Jahr nach dem Aufstieg gelingt, will Kuntz daher "nicht groß reden, sondern machen". Für den Klassenerhalt brauche es eine Mannschaft, die "heiß ist auf die Bundesliga", so der Sportvorstand.
D.Schneider--BTB