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Weikert: Sport pocht auf Anteil aus Sondervermögen
DOSB-Präsident Thomas Weikert hat mit einer "Mischung aus Unverständnis, Ärger und Enttäuschung" zur Kenntnis genommen, dass der Sport in den Ausgestaltungen zur Verwendung des Sondervermögens von 500 Milliarden Euro bislang keine Berücksichtigung gefunden hat. "Ich frage mich, warum die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Sports an einigen Stellen anscheinend noch immer nicht gesehen oder verstanden wird", sagte Weikert in einem Interview auf der Webseite des Deutschen Olympischen Sportbundes.
Der 63-Jährige warnte davor, "dass viele Vereine ihre Angebote reduzieren oder komplett streichen müssen, wenn sie ihre Anlagen nicht modernisieren können". Die im Koalitionsvertrag festgeschriebene sogenannte Sportmilliarde für Investitionen in die Sportinfrastruktur sei zwar ein "richtiges Signal", doch damit allein sei es nicht getan.
"Angesichts eines Investitionsstaus im Bereich der Sportstätten-Infrastruktur, der mindestens 31 Milliarden Euro beträgt", sei selbst eine Milliarde im Jahr nicht ausreichend, erklärte Weikert. CDU/CSU und SPD lassen im Koalitionsvertrag durch eine entsprechende Formulierung gar offen, ob die Sportmilliarde pro Jahr oder über die vierjährige Legislaturperiode fließen soll, also 250 Millionen pro Jahr entspricht.
"Wir wissen um die Probleme und können die notwendigen Investitionen am besten steuern", betonte Weikert und stellte die Expertise des Sports heraus, welche von der Politik nicht immer gewürdigt werde.
Das neue Sondervermögen, über dessen Ausgestaltung das Bundeskabinett am 24. Juni entscheiden soll, hat ein Volumen von 500 Milliarden Euro. Davon sind bislang 100 Milliarden Euro für Länder und Kommunen vorgesehen und ebenfalls 100 Milliarden Euro für den Klima- und Transformationsfonds (KTF).
D.Schneider--BTB