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Überraschung beim CHIO: Verboomen gewinnt Special vor Werth
Die deutschen Dressurreiter um Ikone Isabell Werth haben beim CHIO in Aachen in der zweiten großen Prüfung eine negative Überraschung erlebt. Im Grand Prix Special belegten Rekordolympiasiegerin Werth und Wendy mit 80,106 Prozent nur den zweiten Platz, den Sieg holte sich der belgische Außenseiter Justin Verboomen auf Zonik Plus mit starken 80,745 Prozent. Frederic Wandres landete auf Platz vier, Katharina Hemmer wurde starke Fünfte.
Mit 77,447 legte Hemmer als erste deutsche Starterin mit Hengst Denoix gut los, Team-Olympiasieger Wandres und Bluetooth sowie Werth und Wendy überflügelten sie zwar, zeigten aber keine perfekten Ritte. Anders als beim überlegenen Sieg im Nationenpreis wurde Werth ihrer Rolle als Topfavoritin damit nicht gerecht.
Besonders Hemmer hatte großen Grund zur Freude: Durch ihre durchweg guten Ergebnisse wird ihre Nominierung für die Europameisterschaft in Crozet (26. bis 31. August) immer wahrscheinlicher. "Ganz viel" würde ihr die Teilnahme bedeuten, sagte Hemmer nach ihrem Ritt: "Dass es jetzt hoffentlich klappt, freut mich riesig."
Drei der vier EM-Tickets dürften damit schon vor der Kür am Sonntag (9.15 Uhr/WDR) vergeben sein. Die Mannschaft wird nach dem Abschied von Jessica von Bredow-Werndls Spitzenpferd Dalera neu formiert, der kurzfristige Ausfall von Sönke Rothenberger und Fendi für den Nationenpreis hatte zusätzlich Spannung in die Auswahl gebracht.
J.Fankhauser--BTB