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McIlroy: "Wünschte, sie hätten die Hunde losgelassen"
Rory McIlroy war genervt, das war nicht zu übersehen, doch seinen Humor hatte der nordirische Golfprofi beim Ryder Cup trotz der üblen Pöbeleien gegen sich und seine Ehefrau nicht verloren. "Ich wünschte, sie hätten die Hunde losgelassen", scherzte McIlroy nach dem Sieg der Europäer in der aufgeheizten Atmosphäre im Bethpage State Park von Long Island.
Am Wochenende hatten Polizisten mit Hunden McIlroy auf dessen Runden begleitet. Unsicher fühlte sich der Weltranglistenzweite daher nicht, doch die Beleidigungen der Zuschauer, die vor allem ihm und seiner Frau Erica Stoll galten, seien "nicht zu akzeptieren", sagte McIlroy: "Eigentlich sollte so etwas verboten sein, das war es in dieser Woche aber offensichtlich nicht."
Seine Frau sei den Attacken mit "Klasse, Haltung und Würde" entgegengetreten, fügte er hinzu. Auch der Ire Shane Lowry, der beim 15:13 der Europäer gegen die Gastgeber aus den USA den entscheidenden Putt verwandelt hatte, staunte über Stoll: "Es ist unglaublich, was sie da draußen aushalten musste und wie sie dennoch ihren Mann und das Team unterstützt hat."
McIlroy (36) hatte sich auf dem Kurs mit einigen Fans angelegt und sich zu einer obszönen Geste hinreißen lassen. "Es war eine harte Woche für uns alle. Aber gleichzeitig haben wir sie durch unsere Leistung und unser Spiel zum Schweigen gebracht", sagte er. "Wir werden viel Spaß beim Feiern haben."
Die US-Golfer zeigten Mitgefühl für ihre europäischen Kollegen. "Ich glaube nicht, dass irgendjemandes Sicherheit in Gefahr war", sagte Justin Thomas. Aber: "Worte tun auch weh. Es wurden definitiv einige böse Dinge gesagt, aber ich glaube nicht, dass jemand unbedingt um sein Leben fürchtete."
Die nächste Auflage des Vergleichs zwischen Europa und den USA findet in zwei Jahren in Irland statt. "Das wird ein bisschen schöner sein, als hier zu spielen", sagte Lowry, und auch McIlroy kündigte an: Europa werde dafür sorgen, dass die Zuschauer des Ryder Cup 2027 wissen, dass das, "was hier diese Woche passiert ist, nicht akzeptabel ist".
D.Schneider--BTB