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DSV-Chef Pommer kritisiert Enhanced Games: "Mache mir Sorgen"
Jan Pommer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) hat erneut Kritik an den umstrittenen Enhanced Games geäußert und an den ehemaligen Kurzbahn-Europameister Marius Kusch appelliert. "Ich mache mir Sorgen, weil das eine Veranstaltung ist, die mit der Gesundheit der Athletinnen und Athleten spielt", erklärte der DSV-Chef im Gespräch mit der Mediengruppe Münchner Merkur tz.
Den Sportlerinnen und Sportlern werde "Sand in die Augen gestreut und der Eindruck erweckt, sie könnten sich dort einmal optimieren. Das halte ich, pointiert gesprochen, für Menschenversuche. Ich fürchte, wir könnten sogar erleben, dass Leute am Ende sterben werden", sagte Pommer und ergänzte: "Ich lehne die Enhanced Games also nicht nur sportmoralischen Gründen ab, sondern weil wir glauben und befürchten, dass dort Allmachtsfantasien von Tech Bros eine Rolle spielen, die einfach mal ausprobieren wollen, was aus dem menschlichen Körper herauszuholen ist und dafür eben das Vehikel des Leistungssportlers nutzen."
Die Enhanced Games, bei denen Doping unter ärztlicher Kontrolle ausdrücklich freigegeben ist, sollen im Mai 2026 mit den Sportarten Schwimmen, Leichtathletik und Gewichtheben ausgetragen werden. Erklärtes Ziel für die Wettbewerbe sind Weltrekorde, die mit Extra-Prämien belohnt werden. Die Antritts- und Preisgelder haben auch den deutschen Schwimmer Kusch (Essen) angelockt.
Mit diesem habe es "bisher keinen direkten Austausch" gegeben, von DSV-Seite aus wäre man aber "dazu bereit". Kusch nehme "für sich in Anspruch, dass er sich das sehr gut überlegt hat", sagte Pommer: "Aber aus unserer Sicht macht er einen schweren Fehler und wir würden ihn sehr ermuntern, seine Teilnahme noch mal zu überdenken."
E.Schubert--BTB