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Endlich schnell: Straßer gelingt Befreiungsschlag
Skirennläufer Linus Straßer ist rechtzeitig vor den Olympischen Spielen mit einem unverhofften dritten Rang ein Befreiungsschlag gelungen. Beim spektakulären Slalom auf dem Ganslern in Kitzbühel raste der 33 Jahre alte WM-Dritte zum ersten Mal seit März 2024 wieder auf das Podest bei einem Weltcup-Rennen. Bei der Siegerehrung lachte er - seine Erleichterung war nicht zu übersehen.
Mit einem furiosen zweiten Lauf setzte sich Straßer, der von Rang zehn aus ins Rennen gegangen war, zunächst an die Spitze - seine Fahrt feierte er lautstark. Sie kam wohl einer Erlösung gleich: Im ersten Slalom des Winters in Gurgl hatte der Münchner den achten Rang belegt, seitdem war er nicht mehr unter die ersten zehn gefahren. Am Ende waren nur der Österreicher Manuel Feller und Weltmeister Loic Meillard aus der Schweiz (+0,35 Sekunden) schneller als der "Ski-Löwe" (+0,53).
Straßer, Kitzbühel-Sieger von 2024, war bereits nach dem ersten Lauf zufrieden gewesen. Rang zehn bei einem Rückstand von 0,59 Sekunden auf einen Podestplatz erschien ihm nicht aussichtslos. "Es ist noch Luft, aber letztlich ist es eine gute Ausgangsposition. Unten hatte ich ein paar richtig gute Passagen, aber im zweiten kann ich noch ein bisschen was drauflegen." Gesagt, getan.
Kitzbühel war die vorletzte Chance für Straßer, für die Olympischen Spiele in Italien Schwung aufzunehmen und zunehmend Zutrauen in sein Material zu gewinnen - vor diesem Winter hatte er den Hersteller gewechselt. Vor der Abreise nach Bormio wartet noch der Slalom in Schladming. Dort hat Straßer ebenfalls schon gewonnen - ebenfalls 2024.
O.Krause--BTB