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Trotz Sturz: Pogacar gewinnt 117. Mailand-Sanremo
Radsport-Superstar Tadej Pogacar hat trotz eines Sturzes eines seiner letzten verbliebenen Karriereziele erreicht und erstmals bei Mailand-Sanremo triumphiert. Der Weltmeister und viermalige Tour-Sieger setzte sich bei der 117. Auflage des längsten Klassikers nach 298 km im Sprint auf der Via Roma knapp vor dem britischen Mountainbike-Olympiasieger Thomas Pidcock (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling) durch. Dritter wurde der Belgier Wout van Aert (Visma-Lease a Bike), Vorjahressieger Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) wurde Achter.
Pogacar (UAE Emirates-XRG) hatte am Poggio-Anstieg kurz vor dem Ziel attackiert, konnte aber seinen letzten Rivalen Pidcock nicht abschütteln. Im Finale auf ebener Strecke war der 27-Jährige, der etwa 32 km vor dem Ziel zu Fall gekommen war, dann aber der Schnellere.
Für Pogacar war es nach zwei Siegen bei der Flandern-Rundfahrt, drei Erfolgen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich und fünf bei der Lombardei-Rundfahrt der elfte Triumph bei einem der fünf Radsport-Monumente. In seiner Vita fehlt nur noch der Sieg beim Kopfsteinpflaster-Klassiker Paris-Roubaix. Diese Lücke will Pogacar am 12. April schließen.
Profis aus Deutschland hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Deutsche Fahrer spielten zuvor in der langen Geschichte der Primavera oft eine zentrale Rolle. Erik Zabel siegte viermal (1998, 1998, 2000, 2001). Öfter waren nur Eddy Merckx (7) und Constante Girardengo (6) erfolgreich. Zudem triumphierten Rudi Altig (1968), Gerald Ciolek (2013) und John Degenkolb (2015).
D.Schneider--BTB