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St. Pauli verpasst Big Points - Freiburgs Helden jubeln weiter
Auswärtssieg auf dem Kiez: Die Europacup-Helden des SC Freiburg haben den Schwung ihres historischen Erfolgs in die Bundesliga mitgenommen und die Abstiegssorgen des FC St. Pauli deutlich verschärft. Das Team von Trainer Julian Schuster setzte sich am Sonntagabend in einer umkämpften Partie mit 2:1 (0:1) bei den Braun-Weißen durch und schielt noch verstohlen auf die internationalen Plätze.
Der frühere St. Paulianer Igor Matanovic traf doppelt (65., 78.) für die Breisgauer, die nach ihrem Höhenflug des Viertelfinal-Einzugs in der Europa League (5:1 gegen Genk) auch in der Liga ihre Schwächephase nach drei Partien ohne Sieg abstreiften. Die Hamburger verpassten es trotz der Führung durch Danel Sinani (24.) dagegen, aus der Abstiegszone zu klettern, und bleiben in großer Gefahr.
Vor dem Panorama des drehenden Riesenrads des Frühlingsdoms auf dem Heiligengeistfeld lieferten sich beide Mannschaften eine temporeiche Partie. St. Pauli bewies erneut in vielen Phasen seine Power vor eigenem Publikum. Die Gäste um den Klub-Rekordtorschützen Vincenzo Grifo hielten drei Tage nach ihrer Heldentat energisch dagegen.
Auch in Hamburg war es für Grifo eine besondere Partie - sein 300. Bundesliga-Spiel für Freiburg, Hoffenheim und Mönchengladbach. Entsprechend motiviert trieb der Italiener den SC, der auch im Halbfinale des DFB-Pokals steht, an.
St. Pauli, von den Fans lautstark und mit Pyro schon am Bus empfangen, war aber zu Beginn besser drin. Die Elf von Alexander Blessin war griffig in den Zweikämpfen, mutig, spielte zunächst aber noch etwas zu kompliziert in Richtung des Tores von Noah Atubolu. Doch die Gastgeber blieben auch nach einem gefährlichen Abschluss von Grifo (19.) mit viel Energie dran und verdienten sich den ersten Treffer.
Schon vor dem Pausenpfiff wurde Freiburg aktiver und legte nach dem Wechsel noch einmal zu. Matanovic hatte aus der Drehung die erste Chance (52.) nach dem Seitenwechsel, der quirlige Yuito Suzuki verzog danach nach feiner Körpertäuschung (56.). Die Gastgeber, die in Suzukis Landsmann Joel Fujita einen emsigen Taktgeber hatten, stemmten sich gegen die Freiburger Bemühungen und suchten immer wieder Entlastung bei ihren Vorstößen.
Doch die Gäste bewiesen ihre individuelle Klasse und jubelten kurz nach einem wegen Abseits aberkannten Treffer Cyriaque Irié (74.) dann doch.
W.Lapointe--BTB