Berliner Tageblatt - Wegen Auszeit: Woods wird nicht Kapitän beim Ryder Cup 2027

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Wegen Auszeit: Woods wird nicht Kapitän beim Ryder Cup 2027
Wegen Auszeit: Woods wird nicht Kapitän beim Ryder Cup 2027 / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID

Wegen Auszeit: Woods wird nicht Kapitän beim Ryder Cup 2027

Golfstar Tiger Woods wird nach seinem Autounfall und seiner angekündigten Auszeit nicht als Kapitän des US-Teams beim Ryder Cup 2027 fungieren. Dies bestätigte die PGA of America am Mittwoch. "Wir loben Tiger dafür, dass er seiner langfristigen Gesundheit Vorrang einräumt, und respektieren zutiefst den Mut, der nötig ist, um eine solche persönliche Entscheidung zu treffen", hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes.

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Die PGA of America erklärte zudem, "voll und ganz hinter" Woods zu stehen und bezeichnete ihn als "festen Bestandteil der PGA of America-Familie." Durch seine nun bevorstehende Auszeit wird Woods auch nicht am Masters in Augusta (ab 9. April) teilnehmen, zuletzt war darüber noch spekuliert worden.

Am Mittwoch entschied ein Richter in Florida zudem, dass der 50-Jährige die USA für eine "umfassende stationäre Behandlung" verlassen darf. Den Antrag auf Ausreise hatte Woods' Anwalt Douglas Duncan beim Bezirksgericht von Martin County eingereicht, er verwies dabei auf die dringende Notwendigkeit eines "intensiven, hochgradig individuellen und medizinisch integrierten Programms" für seinen Mandanten. Zudem betonte er Woods' Bedürfnis nach Privatsphäre vor den Medien und der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Am Freitag war Woods wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Steuer sowie wegen der Verweigerung eines Urintests angeklagt worden. Der Gewinner von 15 Major-Turnieren war mit seinem Wagen an seinem Wohnort Jupiter Island verunglückt und danach festgenommen worden. Einen Atemalkoholtest hatte Woods an der Unfallstelle bestanden, die Überprüfung seines Urins lehnte er jedoch ab. Nach der Hinterlegung einer Kaution war der 50-Jährige am Freitagabend aus dem Gefängnis entlassen worden, vor dem Bezirksgericht Martin County plädierte er auf "nicht schuldig."

Zudem hatte er nach dem Unfall eine längere Auszeit angekündigt: "Ich bin mir der Schwere der Situation, in der ich mich heute befinde, bewusst", hatte Woods am Dienstag in einer Stellungnahme erklärt. Er wolle sich "für eine gewisse Zeit zurückziehen, um mich in Behandlung zu begeben und mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren."

Die Polizei hatte in ihrem Bericht zu dem Unfall angegeben, dass bei Woods zwei Hydrocodon-Tabletten, ein Opioid-Schmerzmittel, gefunden wurden und er zum Zeitpunkt seiner Festnahme offenbar nicht in der Lage gewesen war, ein Fahrzeug sicher zu führen.

N.Fournier--BTB