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"Geht einfach nicht": DEB-Frust nach WM-Fehlstart
Moritz Seider ließ seinem Frust freien Lauf. "Im zweiten Drittel sind wir völlig auseinandergefallen. So kommt ein Spielstand zustande", sagte der NHL-Star nach der schmerzhaften 1:6-Klatsche im Derby gegen Gastgeber Schweiz bei MagentaTV: "Das geht einfach nicht."
Nach drei Pleiten zum Start der Eishockey-WM droht das Vorrunden-Aus wie im Vorjahr. Ein Sieg gegen Olympiasieger und Titelverteidiger USA am Mittwoch (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaTV) ist nahezu Pflicht. "Wir sind alle professionell genug, um das hinter uns zu lassen und wieder in die Spur zu finden", forderte Seider.
Am Dienstag hat die Mannschaft trainingsfrei. "Für mich geht es darum, sie zu beruhigen, sie zu fokussieren", sagte Bundestrainer Harold Kreis: "Wie wir damit umgehen, wie wir reagieren ist jetzt entscheidend." Mit null Punkten und nur zwei Treffern ist Deutschland das Schlusslicht der Gruppe A, das Viertelfinale ist in weiter Ferne.
Auch für Christian Künast, Sportvorstand des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB), sei nun "das Wichtigste, den Kopf freizubekommen. Vom Eis müssen wir wegbleiben". Die Partie gegen das US-Team, das nach nur einem Sieg gegen Aufsteiger Großbritannien ebenfalls ums Viertelfinale bangt, sei "eine maximale Herausforderung".
Gegen die Schweiz zeigte die DEB-Auswahl im ersten Drittel ihre beste Turnierleistung, nach dem 0:1 in Überzahl fiel sie aber auseinander. "Wenn eine kleine Sache nicht passt, dann bricht irgendwo gleich das Kartenhaus zusammen. Es tut weh, aber wir müssen das analysieren", sagte Künast.
Die Hoffnung hat der 54-Jährige noch nicht aufgegeben. "Jetzt geht es weiter. Wir haben vier Spiele. Für mich ist noch alles möglich. Man braucht wohl die Hilfe vom ein oder anderen. Wir haben schon mal drei Spiele verloren und sind weitergekommen", sagte Künast: "Im Moment ist es sehr schwer, das gebe ich zu."
O.Lorenz--BTB