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"Wie die Feuerwehr": Zverevs Härtetest gegen Teenager Jódar
Alexander Zverev geht mit ordentlich Rückenwind, aber auch viel Respekt in das Viertelfinale bei den French Open gegen Shootingstar Rafael Jódar. "Er spielt fantastisches Tennis", sagte der Tokio-Olympiasieger über den 19 Jahre alten spanischen Teenager: "Ich freue mich auf unser erstes Aufeinandertreffen, das hoffentlich sehr unterhaltsam wird."
Durch das anfangs zähe, letztlich aber souveräne 7:6 (7:3), 6:4, 6:1 gegen den niederländischen Nachrücker Jesper de Jong buchte Zverev zum bereits achten Mal sein Viertelfinal-Ticket in Paris. Im Verlauf des Matches habe er sich gesteigert, sagte Zverev: "Das ist in Ordnung. Wir sind bei einem Grand Slam, wir spielen best-of-five. Da wird nicht jeder Satz gut ausgehen. Es wird Situationen geben, die man halt lösen muss."
Nachdem der Hamburger im vergangenen Jahr noch am 24-maligen Grand-Slam-Gewinner Novak Djokovic in der Runde der letzten acht gescheitert war, soll Überflieger Jódar nun auf dem Weg zum ersehnten ersten Titel nicht zum Stolperstein werden. Doch auf Zverev wartet eine knifflige Aufgabe.
"Er spielt gegen den Newcomer der Saison. Gerade auf Sand spielt er wie die Feuerwehr", sagte Eurosport-Experte Boris Becker über den jungen Spanier: "Das ist eine echte Herausforderung, ein echter Test." Jódar habe "enormes Talent", sagte Zverev: "Ich werde alles dafür tun, dass ich ein super Match zeigen kann. Und dann am Ende beim Turnier weiter bin."
Im April hatte Jódar in Marrakesch seinen ersten Titel auf der Tour gefeiert. In Paris lieferte er den Fans bislang beste Unterhaltung, im Achtelfinale drehte er gegen seinen Landsmann Pablo Carreno Busta einen 0:2-Satzrückstand und gewann nach 3:41 Stunden Spielzeit 4:6, 4:6, 6:1, 6:2, 6:2. Das Duell mit Zverev sei "ein Viertelfinale gegen einen der besten Spieler der Welt", betonte der Youngster. Die Chance, ein Match mit dem Deutschen auf der großen Bühne zu bestreiten, wolle er "genießen".
Doch auch wenn Jódar zwei Fünf-Satz-Duelle in Folge in den Beinen hat, sieht Zverev keinen möglichen Vorteil in Sachen Fitness. Der Spanier sei "sehr jung, der regeneriert sich, das ist noch relativ einfach in dem Alter", sagte Zverev: "Ich konzentriere mich auf mein eigenes Spiel, mein eigenes Ding."
J.Horn--BTB