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Wegen WM-Erfolgen: Lehrerin Wilke darf schwänzen
Nach dem historischen Einzug ins WM-Halbfinale darf Alexandra Wilke Schule schwänzen. Naja, nicht ganz. Die Basketball-Nationalspielerin, nebenbei noch Lehrerin für Mathe und Sport, ist wegen der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin für die letzten Vorbereitungen auf das neue Schuljahr freigestellt.
"Eigentlich hätte ich morgen schon meine erste Konferenz, es sind gerade Sommerferien bei uns. Aber das ist okay, darf ich verpassen", sagte Wilke am Donnerstagabend nach dem sensationellen 93:74 (42:35)-Sieg im Viertelfinale gegen Europameister Belgien. Mit zehn Punkten von der Bank machte sie persönlich ein starkes Spiel.
Am Samstag (16.30 Uhr/ProSieben MAXX und MagentaTV) geht es gegen den Olympiazweiten Frankreich um das Ticket für das Finale am Sonntag. Auch für das Endspiel-Szenario haben Wilke und ihre Schule einen groben Plan: "Mir wurde auch schon gesagt, wenn wir im Finale stehen, weil Montag würde eigentlich die Schule wieder losgehen, dann sprechen wir auch nochmal über Montag. Von daher ist das alles geregelt und läuft ganz gut."
Während die meisten ihrer Teamkolleginnen Vollprofis sind, entschied sich Wilke einst für ein Lehramtsstudium, auch das Referendariat hat sie bereits absolviert. Nach der WM tritt die 29-Jährige, die mit den Rutronik Stars Keltern zuletzt zweimal in Serie deutscher Meister wurde und 2025/26 die Auszeichnung als MVP bekam, ihre Stelle an einem Karlsruher Gymnasium an. Die WM ist dort natürlich großes Gesprächsthema: "Klar werde ich auch von Schülerinnen und Schülern und Kollegen angesprochen. Ich kriege auch immer ganz viele Nachrichten, weil die verfolgen das."
G.Schulte--BTB