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Nobelpreis für Chemie geht an Forscher aus Frankreich und Japan
Der diesjährige Nobelpreis für Chemie geht an den französischen Forscher Henri Kagan und seinen japanischen Kollegen Kenso Soai. Dies gab das Nobelkomitee am Mittwoch in Stockholm bekannt. Mit der Auszeichnung solle die Forschung der beiden Wissenschaftler zur "asymmetrischen organischen Synthese" gewürdigt werden. Ihre Erkenntnisse spielten etwa für die Pharmaindustrie eine bedeutende Rolle.
Kagan und Soai hätten ein seit "Jahrzehnten" bestehendes Rätsel gelöst, erklärte das Nobelkomitee. Konkret gehe es bei ihren Forschungen um chemische Reaktionen bei sogenannten Spiegelmolekülen. Die dazu gewonnenen Erkenntnisse von Kagan und Soai seien "von enormer Bedeutung für Chemiker, die Reaktionen für Anwendungen wie die pharmazeutische Produktion entwickeln", erklärte das Nobelkomitee.
Im vergangenen Jahr waren drei Wissenschaftler aus Japan, Jordanien und Großbritannien für die Entwicklung metallorganischer Gerüste mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet worden.
Begonnen hatte der diesjährige Nobelpreis-Reigen am Montag mit der Bekanntgabe des Medizin-Nobelpreises, der unter anderem an zwei deutsche Forscher ging. Am Dienstag folgte die Verkündung des Physik-Nobelpreises. Am Donnerstag wird der Nobelpreis für Literatur verkündet und am Freitag der Friedensnobelpreis. Den Abschluss bildet die Bekanntgabe der Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften am Montag.
Der Nobelpreis ist in diesem Jahr mit zwölf Millionen schwedischen Kronen (gut eine Million Euro) dotiert. Verliehen werden die Auszeichnungen am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel.
J.Horn--BTB