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Bundesarbeitsagentur stellt rund 70 Dienstleistungen online zur Verfügung
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt mittlerweile rund 70 Dienstleistungen online zur Verfügung. Neu hinzugekommen in der Corona-Pandemie sind etwa eine App für Kurzarbeitergeld oder Videotermine mit einer Arbeitsvermittlerin oder einem Arbeitsvermittler, wie die BA am Donnerstag mitteilte. BA-Chefin Andreas Nahles erklärte: "Ich sehe unsere Behörde als einen Vorreiter der öffentlichen Hand für Digitalisierung und Automatisierung."
Die virtuelle Jobbörse mit Stellen- und Personalsuche etwa habe schon 2003 "das Licht der Welt erblickt", wie die BA mitteilte. Für Ausbildungs- und Arbeitssuchende stehe jetzt die "Jobsuche" zur Verfügung, Unternehmen könnten eine sich ständig weiterentwickelnde Bewerberbörse zur Personalsuche nutzen. Für den Bereich der beruflichen Orientierung und Beratung stehen laut BA Selbsterkundungstools wie Check-U und New Plan zur Verfügung.
IT-Chef Markus Schmitz erklärte, die BA digitalisiere schrittweise alle Leistungen, bei denen es fachlich möglich, wirtschaftlich sinnvoll und von Kundenseite gewünscht sei. "Nicht die Kundinnen und Kunden sollen wandern, sondern ihre Vorgänge und Daten."
In Deutschland sollten laut Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs (OZG) bis Ende des Jahres sämtliche Verwaltungsleistungen online verfügbar sein. Laut dem Vergleichsportal Verivox sind es aktuell nur 101 von 579 Services - also weniger als ein Fünftel. Die BA erklärte am Donnerstag, sie erfülle bis Ende 2022 als erste deutsche Großbehörde alle Vorgaben des OZG.
Y.Bouchard--BTB