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Nach Total unterzeichnet auch Shell langjährige LNG-Lieferverträge mit Katar
Nach dem französischen Total-Konzern hat auch das britisch-niederländische Unternehmen Shell zwei langjährige Lieferverträge für Flüssigerdgas (LNG) aus Katar geschlossen. Ab 2026 werde Shell über den Hafen von Rotterdam in den Niederlanden jährlich 3,5 Millionen Tonnen LNG aus dem Emirat beziehen, erklärten der Konzern und das katarische Staatsunternehmen Qatar Energy am Mittwoch in Doha. Die Vereinbarung erstreckt sich demnach über 27 Jahre.
"Wir freuen uns sehr, diese beiden langfristigen Vereinbarungen mit Shell zu unterzeichnen, die unsere Beziehung und strategische Partnerschaft in Katar und weltweit weiter stärken werden", erklärte der Energieminister von Katar, Saad Al-Kaabi. "Diese Abkommen bekräftigen das Engagement Katars, zur Deckung der Nachfrage in Europa und zur Stärkung der Energiesicherheit beizutragen."
Vergangene Woche hatte TotalEnergies zwei ähnliche Verträge unterzeichnet: 3,5 Millionen Tonnen LNG jährlich, von 2026 an über 27 Jahre. In beiden Fällen stammt das Gas aus dem North Field, das zu den größten Erdgasvorkommen weltweit zählt. Shell und Total halten jeweils auch Anteile an den Förderstätten.
Katar ist neben den USA, Australien und Russland einer der wichtigsten Produzenten von Flüssiggas. Kunden des Emirats waren bislang vor allem asiatische Länder wie China, Japan und Südkorea. Im vergangenen Jahr hatte auch Deutschland eine Energiepartnerschaft mit Katar geschlossen. Sie sieht Lieferungen von Flüssiggas vor, die ausgefallene russische Gaslieferungen ersetzen sollen.
J.Fankhauser--BTB