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Italiens Energiekonzern schließt Gasliefervertrag mit Katar über 27 Jahre
Italiens Energiekonzern Eni hat sich die Belieferung mit verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Katar für 27 Jahre gesichert. Der staatliche katarische Energiekonzern QatarEnergy teilte am Montag mit, der Vertrag sehe die Lieferung von jährlich einer Million Tonnen LNG vor. Energieminister Saad al-Kaabi erklärte, sein Land werde auch weiterhin seine "Zusagen gegenüber den europäischen Märkten und speziell dem italienischen Markt halten".
Eni ist zusammen mit QatarEnergy an der Erschließung des Gasfeldes North Field beteiligt - es soll das größte der Welt sein. Eni hält am North Field East Projekt 3,1 Prozent. Katar will mit dem Gas daraus seine Produktion um mindestens 60 Prozent steigern. 2027 soll die Menge insgesamt bei 126 Millionen Tonnen pro Jahr liegen.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine versuchen zahlreiche europäische Staaten, russisches Gas zu ersetzen. Auch Deutschland kauft LNG in Katar. Ende November 2022 schlossen beide Länder einen Liefervertrag über jährlich zwei Millionen Tonnen LNG über 15 Jahre. Die Lieferung soll 2026 beginnen. Auch in Italien soll erstmals 2026 LNG aus Katar ankommen.
Erst in der vergangenen Woche schloss Katar einen Liefervertrag mit dem britischen Energiekonzern Shell über 27 Jahre, Anfang des Monats mit dem französischen Konzern Total über ebenfalls 27 Jahre. Auch große chinesische Energiekonzerne sowie andere Länder in Asien haben bereits langjährige Lieferverträge mit QatarEnergy vereinbart. Katar ist einer der größten Produzenten von LNG weltweit, neben den USA, Australien und Russland.
L.Janezki--BTB