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WTO-Ministerkonferenz endet ohne Einigung in wichtigsten Fragen
Ohne eine Einigung in den wichtigen Punkten Landwirtschaft und Fischerei ist die 13. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO in Abu Dhabi zuende gegangen. Die Vertreter der 164 Teilnehmerländer konnten sich zum Abschluss ihres Treffens am Freitag lediglich auf die Verlängerung eines Moratoriums über den E-Commerce verständigen.
Das Ergebnis der Ministerkonferenz wirft ein Schlaglicht auf die großen Spannungen innerhalb der Organisation. "Was die WTO brauchte, war eine richtige Krise - vielleicht wird das zu der Erkenntnis führen, dass wir so nicht weitermachen können", sagte ein hochrangiger EU-Vertreter nach dem Treffen. Jetzt gehe es darum "die Scherben aufzusammeln". Für Entscheidungen der WTO ist Einstimmigkeit aller 164 Mitgliedstaaten notwendig.
Bei der 12. Ministerkonferenz der WTO hatten sich die Mitgliedstaaten vor zwei Jahren in Genf auf ein historisches Abkommen zum Verbot von Subventionen für illegale und unregulierte Fischerei geeinigt. Hoffnungen auf ähnliche Fortschritte beim diesjährigen Treffen zerschlugen sich, ein Entwurf für ein zweites Fischereiabkommen fand keine Einstimmigkeit.
Vor allem Indien hatte weitgehende Zugeständnisse gefordert, darunter Übergangsfristen, die andere Länder als zu lang einstuften. "Es gab eigentlich nur ein Land, das den Deal blockiert hat", kommentierte EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis.
F.Müller--BTB