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DB mahnt GDL zu Ankündigung von Streiks - sonst keine Vorbereitung möglich
Die Deutsche Bahn (DB) hat die Lokführergewerkschaft GDL aufgefordert, rechtzeitig über mögliche weitere Streiks zu informieren. "Wir appellieren ganz dringend an die GDL, Streiks vorher anzukündigen", sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß am Mittwoch in Berlin. Nur so könne die Bahn ein "Grundangebot" organisieren. Das funktioniere nur mit Vorlauf.
Die GDL hat einen 35-Stunden-Streik im Personenverkehr der DB ab Donnerstagmorgen angekündigt. Darauf sollen sogenannte Wellenstreiks folgen. Anders als bisher will die GDL sie nicht mehr 48 Stunden vorher ankündigen.
Stauß kritisierte die Gewerkschaft Deutscher Lokführer scharf. Sie sei nicht kompromissbereit und bewege sich "keinen Millimeter". In den zurückliegenden rund vierwöchigen Tarifverhandlungen hätten die beiden Moderatoren einen Vorschlag gemacht, der "ganz nah" an der Forderung der GDL nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich gelegen habe. Die Bahn sei bereit gewesen, "auf Grundlage dieses Vorschlags die Verhandlungen zu Ende zu führen". Es sei "umso unverständlicher, dass man aufsteht und die Verhandlungen verlässt".
Die beiden Moderatoren - der ehemalige Innen- und Verteidigungsminister Thomas de Maizière für die Bahn und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (beide CDU) für die GDL - schlugen eine Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 37 Stunden ab 2026 und auf 36 Stunden ab 2028 vor, jeweils bei vollem Lohnausgleich. Die GDL fordert die schrittweise Einführung der 35-Stunden-Woche bis 2028 mit Lohnausgleich.
J.Fankhauser--BTB