-
Strafbefehl erlassen: Berliner Polizist soll Interna weitergegeben haben
-
Evakuierung von Einwohnern aus russisch besetzter ukrainischer Stadt Oleschky begonnen
-
Regionalliga: DFB-Präsidium einigt sich auf Kompassmodell
-
Friedenspflicht in Metall- und Elektroindustrie endet - Warnstreiks ab Sonntag
-
Nach "Angst"-Eingeständnis von Eralp: Druck auf SPD zu Verzicht auf Koalition
-
Leichtes Wachstum: Deutsche Wirtschaft trotzt hohen Energiepreisen und Niedrigwasser
-
Berliner SPD lässt Mitglieder über mögliche rot-grün-rote Koalition abstimmen
-
Airline: Bei Bolsonaro-Flucht verwendetes Flugzeug wurde aus den USA bezahlt
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - Schlechtere Chancen für Ausbildungssuchende
-
DHB: Mit 14 Vize-Weltmeisterinnen zur EM - Smits als Edeljoker
-
Bus mit Schulkindern kracht in Bad Oldesloe in Hauswand: Mehrere Verletzte
-
CAS: Russland darf an Eishockey-WM in Deutschland teilnehmen
-
Bahn prüft Reduzierung des Zugverkehrs für mehr Pünktlichkeit
-
Schlägerei auf Supermarktparkplatz in Sachsen: 43-Jähriger stirbt
-
Linnemann legt Krankenkassen-Zusatzbeitrag für 2027 auf 2,9 Prozent fest
-
Bewaffnete Frontdienste im Irak: Prozess gegen mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg
-
Amazons Cloud-Geschäft boomt - Konzernumsatz und -gewinn aber unter Erwartungen
-
Bayern im Klassiker ohne Neuer - Kimmich trainiert
-
Treppeneinsturz auf Schulbaustelle: Zwei Arbeiter in Gronau ums Leben gekommen
-
Deutschlands Wirtschaft im dritten Quartal leicht gewachsen
-
Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" gibt Schließung bekannt
-
Philippinen: Behörden erhöhen Warnstufe nach Ausbruch des Vulkans Mayon
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - 44.000 mehr Arbeitslose als im Vorjahr
-
Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten
-
Kassel-Calden: Brandanschlag auf Baustelle von Rüstungs-Logistikzentrum
-
Merz äußert bei Besuch in Südkorea Hoffnung auf Wiedervereinigung mit dem Norden
-
SPD-Fraktionsvize: Berliner SPD soll nicht mit Linke koalieren
-
Steinmeier drängt in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland
-
"Handelsblatt": Deutsche Autohersteller hoffen auf Zoll-Erleichterungen in den USA
-
Zverev und die gute Fitness: "War der zweitbeste Spieler"
-
Noch härtere Strafe bei Berufung gegen mutmaßliche Giftpilzmörderin in Australien
-
NFL: Packers siegen nach Watson-Schreckmoment gegen Carolina
-
NHL: Ottawas Comeback mit drei Stützle-Assists ohne Krönung
-
Becker gratuliert: Zverev feiert Sprung auf die Eins
-
Jubiläum in der Heimat: Pérez macht die 300 voll
-
"Zu weich": Gavel selbstkritisch nach Belgrad-Klatsche
-
Matthäus rät Bayern: Rentenvertrag für Kane
-
Kryptobörse Binance meldet massiven Hackerangriff - Mehr als 2,5 Milliarden Dollar eingefroren
-
Die Sport-Höhepunkte am Freitag, 30. Oktober
-
Merz wirbt in Südkorea für verlässliche bilaterale Partnerschaft
-
Trump sagt zwei seiner letzten Wahlkampfauftritte vor den Zwischenwahlen ab
-
Angespannte Lieferketten: Friedrich Merz wirbt in Südkorea um verlässliche Partner
-
Frankreich: "Gelbwesten" rufen zu Kochtopf-Protest auf
-
Carney, von der Leyen und Costa beraten über künftige Partnerschaft Kanadas und der EU
-
G20-Außenminister beraten über Kriege im Iran und in der Ukraine
-
Chinas Staatschef Xi empfängt Bundespräsident Steinmeier in Peking
-
Abschluss von Asienreise: Merz besucht Demilitarisierte Zone zwischen Süd- und Nordkorea
-
Keine klare Mehrheit nach Parlamentswahl: Israel vor schwieriger Regierungsbildung
-
Französischer Präsidentschaftskandidat Philippe von Untersuchungsrichtern befragt
-
Nach Auszählung aller Stimmen: Netanjahu-Block bei Israel-Wahl vorn - aber ohne Mehrheit
Verkehrsunternehmen schlagen bundesweites 69-Euro-Ticket für Nahverkehr vor
In der Debatte um die Zukunft des Neun-Euro-Tickets hat sich der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) mit der Forderung nach einer Anschlusslösung für monatlich 69 Euro zu Wort gemeldet. Es sollte weiterhin eine einheitliche Flatrate für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in ganz Deutschland geben, erklärte der VDV zu seiner Idee eines sogenannten Klimatickets. Auch aus Reihen von Grünen und SPD kamen Forderungen nach einer Nachfolgeregelung.
VDV-Geschäftsführer Oliver Wolff forderte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Freitag eine zügige Klärung. "Das muss schnell entschieden werden, wir können nicht bis zum Herbst warten", sagte er. Sein Verband schätzt die Kosten für das von ihm vorgeschlagene 69-Euro-Ticket auf etwa zwei Milliarden Euro im Jahr. Zur Finanzierung brachte Wolff in der "FAZ" die Idee eines staatlichen Sondervermögens wie für die Bundeswehr ins Spiel.
In Deutschland gibt es derzeit für drei Monate das Neun-Euro-Ticket für alle Fahrten im Nah- und Regionalverkehr. Es ist Bestandteil des ersten Entlastungspakets der Regierung in Reaktion auf den Ukraine-Krieg. Es läuft Ende August aus. Zur Kompensation von Einnahmeausfällen im Ticketverkauf überweist der Bund den Ländern für diesen Zeitraum 2,5 Milliarden Euro.
Aufgrund der Resonanz der Bürgerinnen und Bürger gilt das Neun-Euro-Ticket als Erfolg. Im Juni nutzten bundesweit nach Angaben des VDV 31 Millionen Menschen den günstigen Tarif. Darunter waren zehn Millionen Abonnentinnen und Abonnenten normaler Fahrscheine, die den niedrigen Preis automatisch erhalten.
Bereits seit Wochen läuft eine Debatte über eine mögliche Verlängerung des Angebots oder eine ebenfalls verbilligte Nachfolgeregelung. Dazu gibt es unterschiedliche Vorschläge. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen warb kürzlich für ein 29-Euro-Ticket, um durch steigende Preise belastete Haushalte zu entlasten und die geplante Verkehrswende zu unterstützen.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sprach sich jüngst wiederholt für ein dauerhaftes bundesweit gültiges Nahverkehrsticket aus, das die bisherigen regionalen Tarifzonen ablöst. Ob der Bund den Länder dafür dauerhaft Geld zuschießen könnte, ließ der Verkehrsminister aber offen.
Grünen-Chefin Ricarda Lang signalisierte Unterstützung für eine Anschlussregelung. "Es braucht eine Anschlussregelung, die wie vom Bundesverkehrsminister vorgeschlagen möglichst bundeseinheitlich gilt und dabei günstig ist, also auch sozial", sagte sie der "FAZ". Dabei müsse die Bundesregierung allerdings gleichzeitig zwei Ziele erreichen: Sie wolle günstige Tickets anbieten und zugleich in die Infrastruktur investieren.
SPD-Vizebundestagsfraktionschef Detlef Müller forderte Wissing und die Länderverkehrsminister auf, bis Herbst einen Vorschlag zur dauerhaften Finanzierung eines günstigen Tickets vorzulegen. "Ob das Anschlussticket dann 39, 49 oder 69 Euro kostet, ist zweitrangig", sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es müsse aber in einem Rahmen liegen, der "psychologisch wirkt" und zum Umstieg vom Auto motiviere. Das Ticket dürfe außerdem keinesfalls Ausbau und Betrieb des Nahverkehrs beeinträchtigen.
FDP-Vizefraktionschefin Carina Konrad sprach am Freitag von einer "Chance" zur Verbesserung des "vernachlässigten ÖPNV". Allerdings müsse die geplante Evaluierung des Neun-Euro-Tickets zunächst zeigen, welche Folgelösungen "auch wirklich seriös in Frage kommen", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Spürbare Verbesserungen bräuchten "tiefgreifende Reformen".
Zurückhaltend äußerte sich auch der Fahrgastverband Pro Bahn. Das vom VDV ins Spiel gebrachte 69-Euro-Ticket sei im Grundsatz begrüßenswert, sagte dessen Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" vom Samstag. Eine Tarifmaßnahme allein reiche aber nicht. Notwendig seien ein deutlicher Ausbau des Nahverkehrsangebots im ländlichen Raum sowie ein verbilligtes Angebot für einzelne Tagestickets.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte den Vorschlag des VDV als zu teuer. Um Haushalte finanziell zu entlasten und wirtschaftliche Anreize für einen Umstieg auf Bus und Bahn zu setzen, dürfe ein Ticket nicht mehr als einen Euro am Tag kosten, erklärte Greenpeace in Hamburg.
M.Odermatt--BTB