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Studie: Individuelle Alterung hat Einfluss auf Krebsrisiko
Nicht nur das kalendarische Alter, sondern auch die individuelle Alterung hat einer Studie zufolge Einfluss auf das Krebsrisiko. Eine schnellere biologische Alterung erhöht das Risiko zusätzlich, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg am Mittwoch mitteilte. Biologisch deutlich vorgealterte Menschen hatten demnach bei einem vergleichbaren kalendarischem Alter ein mehr als 50 Prozent höheres Risiko für eine Krebsdiagnose als biologisch Junggebliebene.
"Unsere Ergebnisse zeigen, dass biologische Alterungsprozesse eine zentrale Rolle bei der Krebsentstehung spielen und über das kalendarische Alter hinaus zusätzliche Informationen über das individuelle Risiko liefern können", erklärte Studienleiter Hermann Brenner.
Forscherinnen und Forscher vom Krebsforschungszentrum und vom Krebsregister des Saarlands beobachteten mehr als 1900 Menschen im Alter von 50 bis 75 Jahren. Sie untersuchten Veränderungen am Erbgut und bestimmten so das biologische Alter zu Beginn der Studie und acht Jahre später und stellten es über mehr als 20 Jahre mit dem Auftreten von Krebs in Zusammenhang.
Auch weitere vom Lebensstil abhängige Parameter wurden berücksichtigt. Die Ergebnisse der Studie könnten der Mitteilung zufolge dabei helfen, Risikogruppen zu identifizieren und Früherkennungsuntersuchungen gezielter einzusetzen.
J.Horn--BTB