-
Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken
-
Schülerproteste nehmen leicht ab - Schockgranaten vorerst tabu
-
Weiterer Beratungsbedarf: Einsetzung von Pflegekommission verzögert sich
-
Polizei entdeckt Plantage mit 290 Cannabispflanzen in Wohnhaus in Düsseldorf
-
14 Tote bei russischem Raketenangriff auf Wohngebäude im Norden der Ukraine
-
Spionageverdacht: Früherer BND-Präsident Hanning in Untersuchungshaft
-
Tonnenweise Gold zu Geldwäsche in Türkei gebracht: Kriminelles Netzwerk aufgeflogen
-
Spiegelmoleküle: Nobelpreis für Chemie geht an Forscher aus Frankreich und Japan
-
Schmerzerfülltes Gedenken in Israel am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls
-
Kovac-Kritik an langer Pause - Schlotterbeck fraglich
-
Thüringer Landtag: AfD-Fraktion scheitert mit Vorstoß für Neuwahlen
-
Kabinett: Autobahn GmbH soll künftig Kredite aufnehmen können
-
Mitglied von russischer Hackergruppe festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert
-
Rubio: Iran kontrolliert Straße von Hormus nicht mehr vollständig
-
Urteil: A 445 zwischen Hamm und Werl kann gebaut werden
-
Prozess gegen Anführer von Reichsbürgergruppe Königreich Deutschland ab November
-
Thüringens Ministerpräsident Voigt kämpft nicht mehr um Doktortitel
-
Mehr Schutz für Opfer digitaler Gewalt: Kabinett beschließt Gesetz
-
Handel mit verbotenem Dopingmittel Ibutamoren: Bundesgerichtshof urteilt im Dezember
-
Nobelpreis für Chemie geht an Forscher aus Frankreich und Japan
-
Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein
-
Studie: Mehr als ein Drittel der Studierenden in Deutschland von Armut betroffen
-
"Einer der abscheulichsten Angriffe": 15 Tote bei russischen Attacken auf die Ukraine
-
Verbände: Angekündigte Maßnahmen zur Staatsmodernisierung müssen zügig ankommen
-
KI-gestützte Angriffe: Deutsche Unternehmen bislang schlecht gerüstet
-
Nach fehlgeschlagener Hinrichtung: US-Todeskandidatin Pike wieder bei Bewusstsein
-
Japanische Brauereiriesen wegen Verdachts auf Bierpreiskartell durchsucht
-
Terrorverdacht: Haftbefehl gegen weiteren eritreischen Regierungsgegner
-
"Lang lebe König Messi": Pressestimmen zu Messis Abschied
-
Prien: CDU-Stimmen für AfD-Politiker Rausch wären "vollkommen inakzeptabel"
-
Hundesteuer-Einnahmen weiterhin auf hohem Niveau
-
Jahrestag des Hamas-Großangriffs: Appelle für entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus
-
Übernahme von Warner Bros durch Paramount vollzogen
-
Neue Strategie: Porsche will weniger Autos verkaufen - aber dafür teurer
-
Niedersächsischer Landtag hebt Immunität von SPD-Fraktionschef Politze auf
-
Nach schweren Verletzungen: Frankreichs Regierung setzt Einsatz von Schockgranaten aus
-
Drohnenangriff auf Schiffe: Bulgarische Rettungskräfte stellen Suche nach Seeleuten ein
-
Möglicher Pest-Todesfall in Russland: USA und WHO fordern Aufklärung
-
Aufschwung im Baugewerbe - auch Industrieproduktion im August leicht im Plus
-
Reichinnek: Merz muss nach Wahl von AfD-Landtagspräsident für Konsequenzen sorgen
-
Huthi-Miliz vermeldet Raketenangriff auf Flughafen von Riad
-
NHL: Seider gewinnt deutsches Duell mit Stützle
-
Tränen beim letzten Tango: Messis emotionaler Abschied
-
Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Überfalls vor drei Jahren mit Schweigeminute
-
Kane auf Rekordjagd: "Der beste englische Spieler jemals"
-
Klopp gratuliert: U21 feiert EM-Ticket vor "toller" Kulisse
-
WHO-Chef fordert von Russland Transparenz nach Berichten über Pest-Todesfall
-
Kabinett befasst sich mit Gesetz gegen digitale Gewalt
-
Bundestags-Debatte zu drittem Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel
-
Bundesgerichtshof prüft Verurteilung wegen Handels mit Dopingmittel Ibutamoren
US-Supreme Court erklärt Wahlkreis-Zuschnitt in Louisiana für verfassungswidrig
Rund sieben Monate vor den US-Zwischenwahlen hat das Oberste Gericht der USA den Zuschnitt von Wahlkreisen im südlichen Bundesstaat Louisiana für ungültig erklärt. Ein historisches Wahlrechtsgesetz von 1965, das die Gleichstellung von Minderheiten bei Wahlen sicherstellen sollte, verpflichte Louisiana nicht dazu, einen zweiten mehrheitlich afroamerikanischen Wahlbezirk zu schaffen, entschied der Supreme Court mit der Mehrheit der konservativen Richter am Mittwoch. Die Entscheidung könnte Folgen für den Wahlkreis-Zuschnitt in den gesamten USA haben und die Chancen der Republikaner vor den wichtigen Zwischenwahlen im November verbessern.
Mit seinem Urteil schränkt das mehrheitlich konservativ besetzte Gericht die Berücksichtigung ethnischer Kriterien bei der Festlegung der Wahlkreise in Louisiana stark ein. Der Zuschnitt der Wahlkreise sei "verfassungswidrig und seine Anwendung würde die verfassungsmäßigen Rechte der Kläger verletzen", sagte der konservative Richter Samuel Alito bei der Urteilsverkündung. Dabei bezog er sich auf eine Gruppe nicht-schwarzer Wähler, die die Klage eingereicht hatte.
Bei der Entscheidung stimmten die sechs konservativen Verfassungsrichter gegen die drei liberalen Richter. Sowohl das mehrheitlich getroffene Urteil als auch der Gegen-Standpunkt wurden verlesen, was beim Supreme Court nur selten vorkommt.
In einer abweichenden Stellungnahme kritisierte die Richterin Elena Kagan, die Entscheidung des Gerichts dränge "das Grundrecht auf Rassengleichheit" bei Wahlen zurück, das der Kongress mit dem Voting Rights Act (VRA) von 1965 gewährt habe. Die Entscheidung lässt den Kern des VRA unberührt, schränkt aber seine Anwendungsmöglichkeiten ein.
Es war zunächst unklar, inwieweit das Urteil Auswirkungen auf die Zwischenwahlen im November haben wird, die sogenannten Midterms. Die Vorwahlen sind bereits im Gange. Es wird jedoch erwartet, dass die Republikaner von US-Präsident Donald Trump in den Bundesstaaten, in denen es die Zeit und die gesetzlichen Bestimmungen zulassen, auf neue Wahlkreis-Zuschnitte pochen werden.
Das Urteil markiert ein Wende bei der gerichtlichen Auslegung des Gleichgewichts zwischen dem Verhindern von ethnischer Diskriminierung und dem Einhalten verfassungsrechtlicher Garantien für die Gleichbehandlung. Es legt die Messlatte höher, wann die ethnische Zugehörigkeit beim Neuzuschnitt von Wahlkreisen berücksichtigt werden darf.
Die Entscheidung bedeutet zudem einen Rückschlag für die US-Demokraten, die seit Monaten in mehreren Bundesstaaten mit den Republikanern um den Zuschnitt von Wahlkreisen kämpfen. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump könnten durch das Urteil dagegen vor den Midterms gestärkt werden.
Aus Sicht des Wahlrechtforums Democracy Docket könnte das Urteil dazu beitragen, den Republikanern zusätzliche 27 Sitze zu sichern und damit die Kontrolle der Trump-Partei im Kongress "für mindestens eine Generation" festigen. "Ohne den Schutz vor rassistischer Diskriminierung könnten Wahlkreiskarten fast ohne Einschränkungen neu gezeichnet werden", hieß es auf der Plattform.
Kritik an dem Urteil kam von den oppositionellen Demokraten. Der Minderheitsführer der Partei im Senat, Chuck Schumer, sprach von einem "verheerenden Schlag" gegen die Wahlrechtsgesetze. Das Versprechen, dass "jede Stimme zählt", sei "eines der heiligsten Versprechen der amerikanischen Demokratie". Diesem habe der Supreme Court mit seinem Urteil "den Rücken gekehrt". Es sei zu befürchten, dass dies zu "weniger Schutz für die Wähler und mehr Macht für die Politiker" führen werde.
Afroamerikaner machen ein Drittel der Bevölkerung von Louisiana aus. Traditionell zieht diese Bevölkerungsgruppe mehrheitlich die Demokraten den Republikanern vor. Nach einer Volkszählung im Jahr 2020 hatte Louisiana seine Wahlkarte derart neu gestaltet, dass es statt zuvor zwei Wahlkreisen mit mehrheitlich schwarzer Bevölkerung nur noch einen gab.
Dagegen wandten sich die Bürgerrechtsvereinigung ACLU und andere Kläger. Sie bezeichneten die Änderung als Verstoß gegen das historische Wahlrechtsgesetz von 1965, das zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung in Kraft getreten war und die Gleichstellung von Schwarzen und anderen Minderheiten bei Wahlen sicherstellen sollte.
Das Parlament von Louisiana verabschiedete daraufhin 2024 ein neues Gesetz mit wieder zwei mehrheitlich afroamerikanischen Wahlkreisen. Dagegen wiederum wandte sich eine Gruppe nicht-afroamerikanischer Wähler, deren Klage letztlich beim Supreme Court landete. Diese Kläger argumentierten, dass die Verwendung ethnischer Kriterien beim Wahlkreiszuschnitt verfassungswidrig sei.
Im Repräsentantenhaus in Washington haben die Republikaner derzeit eine knappe Mehrheit. Die Zunahme oder Abnahme der Zahl von Wahlkreisen mit mehrheitlich afroamerikanischen Einwohnern könnte also entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Wahl zu dieser Kongresskammer im November haben. Sollten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus erlangen, würde dies auch den Handlungsspielraum von Präsident Trump einschränken. Die Midterms gelten als der bisher wichtigste Stimmungstest für Trump. In Umfragen waren seine Republikaner zuletzt abgesackt.
L.Dubois--BTB