-
Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina
-
"Star Trek"- und "X-Men"-Star Patrick Stewart gestorben
-
Handball: Flensburg erobert Tabellenführung zurück
-
Zverev krönt sich zur Nummer eins der Tenniswelt
-
Champions League: Füchse gewinnen zum Gruppenabschluss
-
Lagarde tritt im Februar als EZB-Chefin zurück - rechtzeitig zur Frankreich-Wahl
-
Medien: Ranghöchster Stratege der US-Armee überraschend entlassen
-
"Angst"-Eingeständnis von Eralp wird neue Belastungsprobe für Rot-Grün-Rot in Berlin
-
Doppel-Kandidat in Alaska: Trump könnte Kongresswahl-Ergebnis in Frage stellen
-
Nach Hausexplosion in Regensburg: Ermittler finden zwei Leichen in Ruine
-
Nachermittlungen zu Kreditkartenbetrug: Neun Menschen aus Untersuchungshaft entlassen
-
BVB hofft auf Karetsas-Comeback gegen Bayern
-
Niedersachsen: AfD scheitert mit Beschwerde gegen Hochstufung durch Verfassungsschutz
-
Kanada und EU wollen Beziehungen auf "höchstmögliche Ebene" heben
-
Mehr als viereinhalb Jahre Haft für IS-Mitglied in Thüringen
-
"Augsburger Allgemeine": Audi-Aufsichtsrat tagt zu Döllner-Auftritt mit Trump
-
Tödliches Zugunglück in Spanien: Fassungslosigkeit und viele Fragen
-
Lagarde-Rücktritt: EZB-Chefin will sich künftig nicht nur zur Geldpolitik äußern
-
Social-Media-Verbot: EU-Kommission bremst nationale Alleingänge aus
-
Mindestens 14 Tote bei russischem Angriff auf ukrainischen Bahnhof
-
Nach "Spiegel"-Bericht: Linken-Spitze zeigt sich solidarisch mit Eralp
-
Unbekannte verursachen halbe Million Euro Schaden durch Betrug bei Goldankauf
-
Observation von deutschem Maddie-Verdächtigem erneut nicht verlängert
-
Nach Hausexplosion in Regensburg Leiche in Trümmern gefunden
-
Staatsanwaltschaft plädiert auf lebenslänglich im Fall Fabian aus Güstrow
-
Von der Leyen will Beziehung zu Kanada auf "höchstmögliche Ebene" heben
-
In Hollywood erfolgreiche deutsche Schauspielerin Elke Sommer ist tot
-
China: Zentralkomitee der KP verschärft Regeln zur internen Disziplin
-
Kritik an Linnemanns Äußerungen zu Pflege-Kürzung - Arbeitgeber loben "Klartext"
-
Anschlag bei Paris: Täter bekennt sich zu rassistischem Motiv
-
"Angst"-Debatte um Eralp wird neue Belastungsprobe für Rot-Grün-Rot in Berlin
-
Steinmeier-Nachfolge: Frei rechnet mit Entscheidungen "in den nächsten Tagen"
-
Fassungslosikeit und viele Fragen nach tödlichem Zugunglück in Spanien
-
Deutsche Regas plant wieder zweites LNG-Schiff für Importterminal vor Rügen
-
Mann bei Fällarbeiten auf bayerischem Truppenübungsplatz von Ast erschlagen
-
Gladbach-Lazarett lichtet sich - Hoffnung bei Kleindienst
-
Israelische Regierung dringt auf Vorgehen gegen israelisch-arabische Parteien
-
US-Wirtschaft zieht im dritten Quartal um 3,4 Prozent an
-
Rolle rückwärts bei den Löwen: Gensheimer wieder Sportchef
-
Geplante "GenZ"-Proteste: Anhaltende Kritik an Initiative und Sorge vor Gewalt
-
Grönland eröffnet dritten Zivilflughafen - Landebahn geeignet für größere Flugzeuge
-
Deutschland und Südkorea bauen politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit aus
-
Vogel verstopft Abgasleitung von Heizung: 81-Jährige stirbt in Karlsruhe
-
Berlin: Krach distanziert sich indirekt von Linken-Spitzenkandidatin Eralp
-
Europarat prangert Zustände in französischen Abschiebezentren an
-
"Endlich Spannung": Kovac fiebert Klassiker entgegen
-
Linke stellt Parlamentspräsidentin in Berlin - AfD fällt mit Vorschlag durch
-
Klassiker: Matthäus sieht Bayern als "großen Favoriten"
-
Kosten für Autoreparaturen steigen deutlich stärker als gesamte Verbraucherpreise
-
19-Jähriger hortet in Hamburg rund hundert Kilogramm Pyrotechnik
Atomkraft bleibt Streitthema auch in der Koalition
Die Atomkraft bleibt Streitthema zwischen den Parteien und auch innerhalb der Koalition. FDP-Bundestagsfraktionschef Christian Dürr bekräftigte am Dienstag im ZDF die Forderung seiner Partei, alle drei noch laufenden deutschen Atomkraftwerke am Netz zu lassen. Er stellte sich damit gegen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der nur zwei Akw für den Fall von Engpässen bis Mitte April 2023 in Reserve halten will.
Dürr sagte im ZDF-"Morgenmagazin", ein Weiterbetrieb der Akw sei "sicher richtig", damit "mehr Menge in den Markt kommt". Dies bedeute dann auch "sinkende Preise". Dürr verwies darauf, dass die Kosten auch für Strom "explosionsartig" gestiegen seien und Unternehmen sowie private Haushalte stark belasteten.
Die Auswirkungen längerer Akw-Laufzeiten auf den Strompreis sind allerdings umstritten. Dürr sagte zu den unterschiedlichen Auffassungen in der Bundesregierung, er sehe bei Habeck "eine Bewegung". Dies sei ein erster wichtiger Schritt.
Habeck hatte am Montag angekündigt, dass die beiden Atomkraftwerke Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim in Baden-Württemberg bis zum nächsten Frühjahr weiter für die Stromversorgung bereitstehen sollten - aber nur als eine Notreserve. Grundsätzlich will der Wirtschaftsminister am Atomausstieg zum 31. Dezember 2022 festhalten.
Die FDP fordert dagegen einen Weiterbetrieb aller drei verbliebenen Atomkraftwerke, also auch des niedersächsischen Akw Lingen, bis mindestens 2024. Auf längere Laufzeiten dringt auch die CDU/CSU. Der frühere Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) drängte im SWR darauf, dafür bereits jetzt einmalig neue Brennstäbe zu beschaffen. Die Akw müssten "im Regelbetrieb bleiben", verlangte auch Unions-Fraktionsvize Jens Spahn im NDR.
"Wir steuern auf eine Energieversorgungskrise zu", sagte CDU-Chef Friedrich Merz im Deutschlandfunk. In der aktuellen Situation überhaupt daran zu denken, Stromerzeugungskapazitäten stillzulegen, sei "völlig absurd". Merz warnte vor einer Rezession, wenn im Winter nicht genügend Strom zur Verfügung stehen sollte. Vor einem "regionalen Blackout" warnte in den Sendern RTL und ntv CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt.
Habeck stützt sich bei seiner Entscheidung auf einen erneuten Stresstest der Netzbetreiber. Demnach könnte es unter ungünstigen Voraussetzungen wie einem kalten Winter, Niedrigwasser auf den Wasserstraßen oder geringer Verfügbarkeit französischer Atomkraftwerke stundenweise zu Versorgungsengpässen besonders in Süddeutschland kommen. Die Atomkraftwerke könnten dann "einen Beitrag zur Reduzierung der Last-Unterdeckung leisten", hieß es.
Grünen-Chefin Ricarda Lang stellte sich hinter Habeck. "Es wird keine Laufzeitverlängerung, keine neuen Brennstäbe geben", bekannte sie sich in der "Süddeutschen Zeitung" zum Atomausstieg. In der aktuell angespannten Lage sei aber auch die Bereitschaft für die beiden Akw "folgerichtig".
Der Co-Vorsitzende der Grünen, Omid Nouripour, forderte zudem mehr Demut von den Unionsparteien, die durch Versäumnisse bei der Energiewende "uns in diese missliche Lage gebracht haben". "Mehr Akw bedeuten, dass die Netze mehr verstopft werden und das bedeutet weniger Erneuerbare und das hilft nicht", sagte er weiter RTL und ntv.
Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) wandte sich dagegen, die Diskussion über Versorgungssicherheit auf die Frage der Akw-Laufzeiten zu konzentrieren. Wichtiger sei eine höhere Stabilität der Netze. Lies stellte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auch klar, dass an der Abschaltung des Akw Lingen zum Jahresende nicht gerüttelt werde.
Kritik auch an der geplanten Akw-Notfallreserve übte der Umweltverband BUND. Dessen Atomexpertin Angela Wolff verwies auf das Fehlen gültiger Sicherheitsnachweise für die Kraftwerke.
R.Adler--BTB