Berliner Tageblatt - Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

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Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an
Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an / Foto: © AFP/Archiv

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

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Investoren müssten eine "direkte und nicht rückerstattbare Zahlung in Höhe von 350.000 Dollar an die Staatskasse" tätigen oder ein eigens zu diesem Zweck geschaffenes "staatliches Wertpapier in Höhe von 800.000 Dollar" erwerben, wie es in einer offiziellen Mitteilung hieß.

Um das Angebot auf Ehepartner und Kinder der Antragsteller auszuweiten, müssen jeweils weitere 100.000 Dollar investiert werden - bei Minderjährigen 25.000 Dollar. Das Programm soll den Angaben zufolge bereits Ende des Jahres starten. Die dadurch erzielten Einnahmen sollen den Haushalt und die Finanzen des Landes weiter stärken, erklärte die Regierung.

Die ausländischen Direktinvestitionen in Argentinien lagen im Jahr 2025 - trotz günstiger Rahmenbedingungen - laut der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) weit unter denen in Brasilien und Mexiko.

Milei, ein radikaler Verfechter des Freien Marktes, hat die Staatsausgaben gekürzt, die Wirtschaft dereguliert und Handelsbarrieren abgebaut, um Argentinien wettbewerbsfähiger zu machen. Investoren sind angesichts der volatilen Wirtschaft dennoch abwartend, wie der Ökonom Marcelo Elizondo der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Der Wirtschaftswissenschaftler und Milei-Kritiker Pablo Tigani fürchtet, dass das neue Programm "Drogenhändler und Menschen zweifelhafter Herkunft" anziehen könnte, die in anderen Ländern unerwünscht sind.

C.Meier--BTB