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US-Notenbank Fed will weniger oft über Leitzins entscheiden
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will die Zahl ihrer Leitzinsentscheidungen reduzieren. Fed-Chef Kevin Warsh kündigte am Mittwoch in Washington an, im kommenden Jahr werde es nur noch sieben Abstimmungen über den Zinssatz geben statt bisher acht. Im Jahr 2028 solle die Zahl dann weiter auf sechs sinken.
Warsh sagte, im kommenden Jahr werde sich eine Sitzung des zuständigen Offenmarktausschusses "ausschließlich auf die übergeordnete geldpolitische Strategie konzentrieren". Er gehe davon aus, dass es im Jahr 2028 dann zwei Sitzungen geben werde, "die der Strategiediskussion gewidmet sind und sechs Sitzungen zur Festlegung der Geldpolitik".
US-Präsident Donald Trump hatte Warsh im Mai an der Fed-Spitze installiert, der neue Fed-Chef kündigte damals Reformen an. Trump versucht seit seinem Amtsantritt im Januar 2025, die Zentralbank in die Schranken zu weisen und sie zu einem Zinsschnitt zu bewegen. Auch unter Warshs Leitung beugten sich die Fed-Mitglieder dem Willen des Präsidenten allerdings nicht.
Bei der aktuellen Sitzung ließ die Fed den Leitzins unverändert. Im September hatte sie den Zinssatz erstmals seit drei Jahren sogar erhöht, er liegt seitdem in einer Spanne zwischen 3,75 und 4,0 Prozent.
"Die Inflation ist zu hoch", sagte Warsh auch dieses Mal zur Begründung. Die Verbraucherpreise sind durch den von Trump mit ausgelösten Iran-Krieg deutlich gestiegen. Keine Rolle bei der Leitzinsentscheidung hätten dagegen die Kongresswahlen am kommenden Dienstag gespielt, sagte Warsh.
O.Krause--BTB