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DIW: Staat soll Inflationsprämie für Branchen mit niedrigen Löhnen übernehmen
Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, hat für gesellschaftlich wichtige Branchen mit niedrigen Löhnen eine staatliche Übernahme der Inflationsausgleichsprämie gefordert. "Eine staatliche Einmalzahlung für die unteren Einkommensgruppen in systemrelevanten Bereichen wäre sinnvoll", sagte Fratzscher der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. "Viele Unternehmen im Niedriglohnbereich können schlichtweg ihren Beschäftigten nicht aus eigener Kraft diese Prämie von 3000 Euro zahlen." Es seien aber genau diese Beschäftigten, die die Hilfe am dringendsten benötigten.
Vorbild solle der Pflegebonus in der Corona-Pandemie sein. "Eine solche staatliche Einmalzahlung sollte man für Dienstleistungsbereiche, bei der Grundversorgung, im Gesundheitssystem, in den Supermärkten wieder möglich machen", forderte Fratzscher. "Ich würde mir wünschen, Menschen in Arbeitsbereichen zu entlasten, in denen es keine hohen Löhne gibt oder keine Tarifverträge gelten."
Die Inflationsausgleichsprämie ist Teil des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung. Sie sieht vor, dass Arbeitgeber bis Ende 2024 zusätzlich zum Arbeitslohn Zuschüsse und Sachbezüge bis zu einem Betrag von 3000 Euro steuerfrei gewähren können.
M.Odermatt--BTB