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OECD rechnet mit verlangsamtem globalen Wachstum wegen des Ukraine-Kriegs
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mit einem weltweit verlangsamten Wirtschaftswachstum. Die globale Wirtschaft werde deutlich schwächer wachsen als vor Beginn des Krieges erwartet, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Für das laufende Jahr erwartet die OECD "bescheidene" 3,1 Prozent Wachstum, 2023 nur noch mit 2,2 Prozent.
Im kommenden Jahr werde das Wachstum stark von den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien abhängig sein, auf die etwa drei Viertel des globalen Wachstums entfallen. In Europa und den USA hingegen werde sich die Konjunktur verlangsamen. Deutschland und Großbritannien werden nach OECD-Schätzungen im kommenden Jahr in die Rezession rutschen.
"Die anhaltende Inflation, hohe Energiepreise, schwache reale Einkommenszuwächse für die privaten Haushalte, sinkendes Vertrauen und restriktivere Finanzierungsbedingungen bremsen das Wachstum", heißt es in dem Bericht. Im OECD-Raum dürfte die Inflation im laufenden Jahr im Schnitt bei neun Prozent liegen.
Das Wachstum könne noch schwächer ausfallen, falls die Energiepreise weiter anziehen oder die Versorgung mit Gas und Strom weiter gestört werde. Die OECD fordert, Steuermaßnahmen zum Abfedern der hohen Energiepreise zeitlich zu beschränken. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass sie Anreize zum Energiesparen nicht aushebeln.
O.Bulka--BTB