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NS-Erinnerung: Margot-Friedländer-Preis verliehen
In Berlin ist am Dienstag der Margot-Friedländer-Preis für Engagierte im Bereich NS-Erinnerungskultur verliehen worden. Der erste Preis der nach der im Mai verstorbenen Holocaust-Überlebenden Friedländer benannten Auszeichnung ging an die Evangelische Jugendarbeit Wurzen aus Sachsen. Die Organisation wurde für ihr "langjähriges Engagement für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen und ihren Einsatz gegen Antisemitismus" geehrt.
Der Margot-Friedländer-Stiftung zufolge erhielten die Achava-Festspiele Thüringen den zweiten Preis für ihr "vielfältiges Bildungs- und Kulturprogramm" sowie ihren Beitrag zur Demokratievermittlung in der Region. Der dritte Preis ging an den integrativen Fußballverein FC Ente Bagdad aus Mainz.
Den "Persönlichkeitspreis" erhielt Susanne Siegert für "ihren unermüdlichen Einsatz zur Aufklärung junger Menschen über die Verbrechen der Nationalsozialisten in den Sozialen Medien". Siegert klärt auf Tiktok und Instagram über den Holocaust auf. Die Realschule und das Gymnasium Korschenbroich bekamen einen Preis für "ihr schulisches wie außerschulisches Engagement zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus".
Alle Preise zusammen sind mit 25.000 Euro dotiert. Die fünf Preisträgerinnen und Preisträger waren ausgewählt worden von einer unabhängigen Jury unter dem Vorsitz von Elke Büdenbender, der Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der Preis war 2014 ins Leben gerufen worden.
J.Horn--BTB