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Britischer König Charles III. reist Ende April in USA - Trump: "Fantastisch"
Der britische König Charles III. wird Ende April in die USA reisen. Wie der Buckingham-Palast am Dienstag mitteilte, sollen mit dem Besuch "die historischen Verbindungen und die moderne bilaterale Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten" gewürdigt werden. Es ist der erste Staatsbesuch von König Charles III. in den USA seit seiner Thronbesteigung im September 2022. US-Präsident Donald Trump begrüßte die Ankündigung.
Wie Trump in seinem Onlinedienst Truth Social weiter mitteilte, wird Charles' US-Reise, bei der er von Königin Camilla begleitet wird, vom 27. bis 30. April stattfinden. Den bislang letzten Staatsbesuch einer britischen Monarchin in den USA hatte Königin Elizabeth II. 2007 absolviert. In Großbritannien hatte es zuletzt vermehrt Forderungen gegeben, die Reise abzusagen oder zu verschieben. Als Gründe wurden der Iran-Krieg und das angespannte Verhältnis zu den USA genannt.
Trump hatte den britischen Premierminister Keir Starmer seit Kriegsbeginn immer wieder kritisiert und ihm mangelnde Unterstützung vorgeworfen. Nachdem Starmer den USA in den ersten Kriegstagen die Nutzung britischer Militärbasen verweigert hatte, sprach Trump etwa von einem "großen Fehler". "Wir haben es hier nicht mit Winston Churchill zu tun", sagte Trump über Starmer und zeigte sich "enttäuscht".
Trump gilt andererseits als großer Fan der britischen Königsfamilie, zudem verweist er häufig daraus, dass seine Mutter aus Schottland stammt. Der Präsident und seine Frau Melania waren im vergangenen September von Charles und Camilla auf Schloss Windsor empfangen worden. Damals wurde er von der königlichen Familie mit militärischen Ehren, einer gemeinsamen Kutschfahrt und einem Staatsbankett auf Schloss Windsor geehrt. Es war sein zweiter Staatsbesuch in Großbritannien, nachdem er 2019 während seiner ersten Amtszeit von Elizabeth II. empfangen worden war.
Über Charles' nun angekündigten US-Besuch äußerte Trump: "Ich freue mich darauf, Zeit mit dem König zu verbringen, den ich sehr respektiere", schrieb er auf Truth Social und fügte an: "Es wird fantastisch!"
Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov lehnt fast die Hälfte der Britinnen und Briten einen Besuch von König Charles III. in den USA ab. Die Abgeordnete Emily Thornberry, die Starmers Labour-Partei angehört, forderte schon Anfang des Monats, den Besuch zu verschieben. Der Konflikt zwischen Washington und London könne Charles und Camilla "in Verlegenheit bringen", sagte sie. Der Parteivorsitzende der oppositionellen Liberaldemokraten, Ed Davey, erklärte: "Warum belohnen wir Donald Trump mit einem Staatsbesuch unseres Königs?"
Der US-Botschafter in Großbritannien, Warren Stephens, warnte angesichts der Kritik in der vergangenen Woche hingegen, eine Absage des Staatsbesuchs wäre ein "großer Fehler".
P.Anderson--BTB