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Wirtschaftsnobelpreis geht an Trio um Ex-US-Zentralbankchef Bernanke
Mit dem diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis werden der ehemalige Chef der US-Zentralbank Fed, Ben Bernanke, sowie die US-Ökonomen Douglas Diamond und Philip Dybvig geehrt. Das gab die Königliche Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm bekannt. Mit ihrer Arbeit hätten sie "unser Verständnis der Rolle der Banken in der Wirtschaft, insbesondere während Finanzkrisen, sowie der Regulierung der Finanzmärkte erheblich verbessert", erklärte das Gremium zur Begründung.
Bernanke war zwischen 2006 und 2014 Chef der US-Notenbank. In seine Amtszeit fiel die Finanzkrise nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers im Jahr 2008. Als Forscher beschäftigte er sich intensiv mit der Finanzkrise der 1930er Jahren. Diamond und Dybvig entwickelten theoretische Modelle, die zeigen, warum Banken existieren und warum ihre Rolle in der Gesellschaft sie anfällig für Gerüchte über ihren bevorstehenden Zusammenbruch macht.
"Ein wichtiges Ergebnis ihrer Forschung war es zu zeigen, weshalb die Vermeidung eines Bankenzusammenbruchs von entscheidender Bedeutung ist", erklärte die Königliche Akademie.
Der Wirtschaftsnobelpreis geht im Gegensatz zu den anderen Preisen nicht direkt auf das Testament des Preisstifters Alfred Nobel zurück. Er wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel ins Leben gerufen und wird seit 1969 verliehen.
Im vergangenen Jahr waren der Kanadier David Card, der US-israelische Forscher Joshua Angrist sowie der US-Niederländer Guido Imbens mit dem Preis geehrt worden. Die drei Ökonomen wurden für ihre Arbeiten im Bereich der experimentellen Ökonomie ausgezeichnet.
W.Lapointe--BTB