-
Mehrere Länder einigen sich auf Hormus-Mission - Merz bietet Minenräumer
-
Streiks bei der Lufthansa: Gewerkschaften stellen vorerst Pause in Aussicht
-
Trump lehnt Nato-Hilfe in Straße von Hormus ab
-
Gewerkschaften: Kurzfristig keine weiteren Streiks bei Lufthansa geplant
-
Merz: Öffnung der Straße von Hormus muss "zuverlässig" und "dauerhaft" sein
-
Verletzungssorgen bleiben: Alcaraz sagt für Madrid ab
-
Demonstrationen am Samstag für Abkehr von Kohle, Öl und Gas
-
Mehr Schutz für Opfer digitaler Gewalt: Ministerin Hubig stellt Gesetz vor
-
Tod von Siebenjährigem bei Schwimmunterricht: Mildere Strafen in Konstanz
-
Merz bei Hormus-Konferenz in Paris - Einsatz erst nach Ende der Kampfhandlungen
-
Pläne für Reform der Krankenversicherung stoßen auf gemischtes Echo
-
Teheran verkündet Öffnung von Straße von Hormus - USA wollen Irans Häfen weiter blockieren
-
43 Jahre nach Tat: Prozess um Tötung von Sexarbeiter in Hamburg begonnen
-
Höhenflug in Rouen: Maria im Halbfinale
-
Nach Drohnenangriffen: Russland will Schutz von Ölexport-Häfen verstärken
-
Hoeneß für Verlängerung mit Neuer - als "Patron" für Urbig
-
Auf Schafsfarm in Patagonien: Forscherteam entdeckt neuen Langhalssaurier
-
Dominant, ratlos, dominant: Zverev im Halbfinale von München
-
Trackingdaten: Drei beladene Öltanker haben Straße von Hormus seit US-Blockade verlassen
-
Hormus-Konferenz in Paris begonnen - Merz bei Beratungen mit Vertretern aus 50 Ländern
-
Airline-Verband warnt vor Flugausfällen wegen Kerosinmangels ab Ende Mai in Europa
-
Bundeswehr weitet Einsatz kampferfahrener ukrainischer Ausbilder in Deutschland aus
-
Salvini scheitert mit Verleumdungsklage gegen Bestseller-Autor Saviano
-
Sicherheitslücken entdeckt: EU bessert bei App für Alterskontrollen nach
-
Saudi-Arabien: Renard verkündet Entlassung als Nationaltrainer
-
Myanmars Präsident erlässt Amnestie - Haftstrafe von Suu Kyis reduziert
-
43-Jähriger stirbt in Schleswig-Holstein bei Arbeiten in Brunnenschacht
-
Fall Haenel: Freiheitsstrafe für französischen Filmemacher Ruggia
-
Papst ruft vor mehr als 120.000 Gläubigen in Kamerun zum Frieden auf
-
Lage im Libanon trotz Waffenruhe weiter angespannt - Vertriebene kehren in Süden zurück
-
Hoffnung auf geordnete Machtübergabe in Ungarn: EU-Vertreter beraten mit Wahlsieger Magyar
-
25-Jähriger bei Streit in Berlin mit Messer getötet - 37-Jähriger festgenommen
-
Merz "sehr zufrieden" mit Reformplänen zu Krankenversicherung
-
Depardieu rudert in Streit um sexistische Bemerkungen zurück
-
Brandlegung in Wohnung mit zwei Toten: 28-Jährige soll in Psychiatrie
-
Heiße Phase von Walrettungsversuch - Initiative sieht "reelle Chance"
-
Gericht: Brandenburgs Ex-Wirtschaftsminister darf nicht für Tesla-Kanzlei arbeiten
-
Vertreter von 30 Staaten beraten über Hormus-Mission - Merz in Paris
-
Blattabdruck aus der Urzeit: Womöglich älteste Cannabispflanze der Welt
-
Nächste Absage: Djokovic auch in Madrid nicht dabei
-
Mandelson-Affäre: Weiterer Rücktritt in britischer Regierung steht wohl bevor
-
Lindt will Schoko-Weihnachtsmänner in diesem Jahr günstiger anbieten
-
Nächste Absage: Djokivic auch in Madrid nicht dabei
-
31-Jährige vergisst Karton mit 20 Vogelspinnen in Zug in Baden-Württemberg
-
Ziel sind 90.000 Hektar: Förderprogramm für Wiedervernässung von Mooren angekündigt
-
Gericht verbietet Hamburger Physiker Behauptung über Täuschung durch Drosten
-
Bundestag stimmt für neue Regeln für "Buy Now, Pay Later"-Angebote
-
Myanmars Ex-Präsident Win Myint im Zuge von Amnestie-Regelung freigelassen
-
Bewertung neuer Alzheimer-Wirkstoffe: Fachleute sehen "unglückliches Signal"
-
Umfrage: Jeder vierte Mensch in Deutschland erlebte bereits digitale Gewalt
Unerkannte Schizophrenie: Berliner muss nach Tötung von Großvater in die Psychiatrie
Weil er seinen Großvater tötete seine Großmutter schwer verletzte, muss ein 24-Jähriger in die Psychiatrie. Das Landgericht Berlin ordnete am Donnerstag die Unterbringung des Manns im Maßregelvollzug an. Der Beschuldigte sei schwer an Schizophrenie erkrankt, sagte der Vorsitzende Richter Bernd Miczajka bei seiner Urteilsbegründung. Die Krankheit sei zum Zeitpunkt der Tat noch nicht erkannt und behandelt gewesen.
Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der junge Mann seinen 88-jährigen Großvater im Februar in dessen Wohnung in Berlin-Marzahn so heftig schlug und trat, dass er starb. Seine 84-jährige Großmutter verletzte der Enkel zudem schwer. Nachdem er anschließend noch versuchte, den beiden zu helfen und sie ins Krankenhaus zu bringen, ergriff er beim Eintreffen der Rettungskräfte die Flucht. Kurze Zeit später wurde der 24-Jährige festgenommen.
Der junge Mann, der nach einem abgebrochenen Studium in Rostock wieder bei seinen Eltern in Köpenick lebte und eine Ausbildung zum Physiotherapeuten machte, habe schon seit längerer Zeit unbemerkt eine schizophrene Störung entwickelt, sagte Miczajka. Gleichzeitig habe er Cannabis konsumiert, zwischenzeitlich bis zu ein Gramm am Tag. Am Tattag sei der Beschuldigte zunächst mit dem Auto, dann zu Fuß durch die Stadt geirrt, habe keine klaren Gedanken fassen können und sich verfolgt gefühlt.
Schließlich sei er bei seinen Großeltern gelandet, wo er zunächst habe schlafen wollen, sagte der Richter. Schließlich habe er sich aber auch dort bedroht gefühlt und die Wohnung verlassen wollen. Die Großeltern, die nicht im Umgang mit psychisch Kranken geschult waren, versuchten ihn daran zu hindern. "Das führte zur Tragödie", sagte Miczajka.
Rechtlich sei die Tötung des Großvaters als Totschlag, der Angriff auf die Großmutter als gefährliche Körperverletzung zu bewerten, sagte der Richter. Damit folgte die Kammer dem Antrag der Staatsanwaltschaft, während die Verteidigung den Angriff auf den Großvater als Körperverletzung mit Todesfolge bewertet hatte.
Aufgrund der Erkrankung des 24-Jährigen sei es in der Verhandlung aber nicht um die Schuldfrage gegangen, sondern um die Frage, ob er für die Allgemeinheit gefährlich sei, sagte der Richter. Tatsächlich habe die Kammer festgestellt, dass solch schwerwiegende Taten auch für die Zukunft zu erwarten seien, wenn er nicht behandelt werde.
Aufgrund der Intelligenz und der Sozialisierung des Beschuldigten gebe es aber berechtigte Hoffnung, dass er mit den passenden Medikamenten eines Tages ein normales Leben führen könne. "Ich glaube, Sie packen das", sagte Miczajka am Ende seiner Begründung in Richtung des 24-Jährigen. "Sie sollten sich nicht zu große Schuldgefühle machen - Sie hätten das aus eigener Kraft vermutlich nicht verhindern können."
K.Thomson--BTB